227 Blindgänger in der Schweiz entdeckt
17.06.2026 | 10:54
Spezialisten der Schweizer Armee haben im vergangenen Jahr 227 Blindgänger gefunden und unschädlich gemacht. Insgesamt gingen 855 Meldungen zu Munitionsfunden ein – viele davon aus beliebten Wander- und Freizeitregionen.
Die Spezialistinnen und Spezialisten des Kommandos für Kampfmittel- und Minenräumung (KAMIR) haben im Jahr 2025 227 Blindgänger gefunden und unschädlich gemacht. Diese Einsätze wurden grösstenteils durch Meldungen aus der Bevölkerung ermöglicht. Insgesamt gingen 855 Meldungen zu Munitionsfunden ein.
Im Vergleich zum Vorjahr (1037) ist die Anzahl der Meldungen leicht zurückgegangen. Neben Blindgängern wurden auch zahlreiche alte Munitionsteile (1556) sowie Fundmunition (1263) fachgerecht entsorgt.
Wie schon in den letzten Jahren gingen besonders aus den Kantonen Bern, Graubünden und Wallis viele Hinweise ein. Diese Regionen sind nicht nur beliebte Wander- und Freizeitgebiete, sondern dort lagen in der Vergangenheit und liegen auch heute noch militärische Übungsgebiete.
Angesichts der Popularität von Outdoor-Aktivitäten besteht die Möglichkeit, in der Natur auf Blindgänger oder Munitionsreste zu stossen. Diese können auch nach Jahren weiterhin gefährlich sein und dürfen unter keinen Umständen berührt oder mitgenommen werden.
Was tun bei einem Fund?
Die Schweizer Armee ruft die Bevölkerung dazu auf, verdächtige Objekte umgehend zu melden.
Folgende Verhaltensregeln sind unbedingt einzuhalten:
- Nicht berühren oder bewegen
- Fundstelle markieren, um andere Personen zu warnen
- Sofort die Polizei unter 117 informieren
- Die «Blindgänger»-App nutzen, um Meldungen schnell und unkompliziert zu erfassen
- Um die Meldung von gefährlichen Funden weiter zu fördern, zahlt die Armee eine Prämie von bis zu 100 Franken pro gemeldetem und bestätigtem potenziell besonders gefährlichen Munitionsobjekt. Im Jahr 2025 wurden insgesamt 7’320 Franken ausbezahlt.
Das Kommando KAMIR – ein verlässlicher Partner für die Bevölkerung Neben der Bearbeitung von Meldungen führt das Kommando KAMIR regelmässig systematische Räumaktionen in ehemaligen Ziel- und Übungsgebieten durch. Diese Einsätze leisten einen wichtigen Beitrag zur nachhaltigen Reduktion von Risiken in der Natur und erhöhen die Sicherheit für Bevölkerung und Tourismus.
Die Arbeit der Blindgängermeldezentrale und der Spezialisten des Kdo KAMIR bleibt ein unverzichtbarer Bestandteil der Sicherheitsstrategie der Schweizer Armee. Sie zeigt, wie wichtig Wachsamkeit und korrektes Verhalten im Umgang mit Blindgängern und Munitionsfunden sind.
Die Schweizer Armee setzt sich auch 2026 konsequent für die Sicherheit der Bevölkerung ein – auch auf Wanderwegen, in den Bergen und an den Flüssen der Schweiz.
Quelle der Nachricht: Gruppe Verteidigung