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Bären aus desolatem Tierpark gerettet

(Bildquelle: infoticker)

Für drei Bären aus einem behördlich geschlossenen Tierpark in Österreich beginnt ein neues Leben: Gestern wurden die Tiere von Vier Pfoten in den "Bärenwald" Arbesbach transferiert. Der Tierpark Enghagen wurde bereits 2012 behördlich gesperrt. Das Schicksal der Mutterbärin und ihrer...

Seit dem Jahr 2012 ist der österreichische Tierpark Enghagen bereits behördlich geschlossen. Die unzumutbaren Zustände blieben für eine Bärenmutter und ihre beiden Söhne jedoch weitere drei Jahre traurige Realität. Die Tiere wurden in einem kleinen Betongehege gehalten. Vier Pfoten hat sich schon 2014 mehrfach mit den zuständigen Behörden in Verbindung gesetzt, um den Tieren eine artgemässe Unterbringung zu ermöglichen. Durch eine Schenkung der Eigentümer konnte dieses Vorhaben nun in die Tat umgesetzt werden.

Gras statt Beton unter den Pfoten


Am 6. Oktober 2015 wurden die Mutterbärin und ihre beiden mittlerweile 5-jährigen Söhne vom Tierpark in den zwei Stunden entfernten "Bärenwald" Arbesbach transferiert. Statt Betonböden haben die Bären nun erstmals Gras unter ihren Pfoten. Zu sehen, wie die Bären zaghaft ihr neues Revier erkundeten, war eine grosse Befriedigung für das ganze Team, wie Indra Kley, Länderchefin Vier Pfoten Österreich, berichtet: "Mit den Bären aus dem Tierpark in deren neues Leben zu fahren war ein sehr emotionaler Moment. Wir haben lange dafür gekämpft, den Bären ein tiergerechtes Zuhause bieten zu können und haben unser Ziel nun endlich erreicht."

Den Bären steht in ihrem Sektor ein naturnahes Waldareal, ein Teich und eine Winterhöhle zur Verfügung. Oberste Priorität für das Team des "Bärenwald" Arbesbach rund um Betriebsleiterin Sigrid Zederbauer wird es in den ersten Wochen sein, intensiv an vertrauensbildenden Massnahmen zu arbeiten, damit sich die Neuankömmlinge in ihrem neuen Umfeld zurechtfinden. Laut Kley ist man bei Vier Pfoten sehr froh, dass die Geschichte dieser Bärenfamilie gut ausgegangen ist. In Europa gibt es aber noch zahlreiche weitere Braunbären, denen geholfen werden muss. Um solche Fälle in Zukunft zu vermeiden, fordert die internationale Tierschutzorganisation ein europaweites Verbot der Privathaltung von Braunbären.