Bescheidene Leistungen der Sauber-Piloten im Kanada-Qualifying
07.06.2015 | 08:25
Wetter: sonnig und trocken, 13-18°C Luft, 28-46°C Asphalt.
Ein schwieriges Qualifying zum Grossen Preis von Kanada, in dem das Sauber F1 Team die Startplätze 13 (Ericsson) und 15 (Nasr) belegte. Im dritten Training verlor Felipe Nasr die Kontrolle über sein Heck und prallte auf der Gegengeraden in die Mauer. Er hatte unabsichtlich den DRS-Knopf gedrückt, als er seine Reifen auf Temperatur bringen wollte. Das Team vollbrachte eine grossartige Leistung - in kurzer Zeit konnte es den beschädigten Sauber C34-Ferrari fürs Qualifying wieder startklar machen.
Marcus Ericsson: (Startnummer 9)
Qualifikation: 13. in Q2 (1:16,262 min / superweiche Reifen)
"Für mich war das Qualifying in Ordnung. Leider waren auf meiner schnellsten Runde zu viele Autos unterwegs, durch die ich ein paar Zehntel verloren habe. Wir konnten uns vom ersten Training an steigern, dadurch bin ich mit dem Fahrverhalten des Autos immer besser zurechtgekommen. Weil wir im Rennen meistens konkurrenzfähig sind, ist eine Platzierung in den Punkterängen durchaus realistisch."
Felipe Nasr: (Startnummer 12)
Qualifikation: 15. in Q2 (1:16,620 min / superweiche Reifen)
"Zuerst möchte ich mich beim Team dafür bedanken, dass es das Auto noch rechtzeitig fürs Qualifying startklar machen konnte. Jeder hat tolle Arbeit geleistet, und ich bin beeindruckt, wie das Team das geschafft hat. Vom 15. Startplatz kann ich morgen im Rennen immer noch um Punkte kämpfen."
Monisha Kaltenborn, Teamchefin:
"Ein grosses Kompliment gebührt dem Team, dass das Auto von Felipe nach dem heftigen Aufprall in kurzer Zeit wieder fahrbereit machen konnte. Die Resultate des Qualifyings sind nicht befriedigend. Es gibt Dinge, bei denen wir uns hätten verbessern können – zumindest um eine Spur. Die Startplätze sind letztlich keine schlechte Ausgangslage für Punkte im Rennen – und darauf müssen wir uns fokussieren."
Giampaolo Dall'Ara, Leitender Ingenieur an der Rennstrecke:
"Viel hat in diesem schwierigen Qualifying nicht gefehlt, und wir hätten es in Q3 schaffen können. Andererseits hat das Team hervorragende Arbeit geleistet. Immerhin schafften sie es, das beschädigte Auto von Felipe nach dem Unfall im dritten Training fürs Qualifying wieder rennfertig zu machen. Unsere Startpositionen sind alles in allem nicht schlecht, wir können optimistisch ins Rennen gehen."