Das wünschen sich Herr und Frau Schweizer
24.09.2014 | 08:50
Hätten Herr und Frau Schweizer einen Wunsch frei, würden sie Helvetia am häufigsten Unabhängigkeit, weniger Ausländer und Frieden wünschen. Der Röstigraben trennt auch hier: Die Deutschschweizer gewichten Frieden am höchsten, bei den Westschweizern steht Wohlstand zuoberst auf der Wunschliste. Sich...
Hätten Herr und Frau Schweizer einen Wunsch frei, würden sie Helvetia am häufigsten Unabhängigkeit, weniger Ausländer und Frieden wünschen. Der Röstigraben trennt auch hier: Die Deutschschweizer gewichten Frieden am höchsten, bei den Westschweizern steht Wohlstand zuoberst auf der Wunschliste. Sich selbst würden die Befragten in erster Linie Gesundheit und finanzielle Sicherheit wünschen.
Könnten Herr und Frau Schweizer einen Wunsch verschenken, wären Partner bzw. Partnerin, die Kinder oder die Eltern die bevorzugten Adressaten. Dies zeigt die neuste repräsentative Studie von "marketagent.com", für die 500 Personen in der Deutsch- und Westschweiz befragt worden sind.
Gesundheit an erster Stelle
Geht es um die Erfüllung persönlicher Wünsche, sind die Schweizerinnen und Schweizer konservativ: Ein Drittel (32 Prozent) wünscht sich spontan Gesundheit, gefolgt von finanzieller Sicherheit bzw. einem Lottogewinn (13 bzw. 6 Prozent). Wünsche nach einem besseren Job, mehr Zeit bzw. Freizeit, Glück oder Reisen rangieren erst auf Platz vier (je 5 Prozent).
Ein langes Leben, Weisheit, Freiheit, Zufriedenheit, günstigere Preise, gesunde Umwelt und mehr Tierschutz scheinen für die Wenigsten von Belang, bezeichneten doch weniger als 1 Prozent der Befragten diese Themen spontan als sehnlichsten Wunsch.
Das wollen die Bürger für die Schweiz
Aber was wünschen sich die Schweizer Bürger für ihr Land? Des Schweizers höchstes Gut - die Unabhängigkeit (9 Prozent) - führt hier die Tabelle an. Aber auch eine Reduktion des Ausländeranteils sowie Frieden (je 8 Prozent) und Offenheit (7 Prozent) kamen den Befragten als erstes in den Sinn.
Röstigraben auch hier nicht zu übersehen
Sind sich Deutsch- und Westschweizer hinsichtlich der persönlichen Wünsche noch einig, tut sich bei dieser Frage zumindest teilweise der Röstigraben auf: Deutschschweizer wünschen ihrem Land vor allem Frieden, Unabhängigkeit und weniger Ausländer. Die Westschweizer nennen als erstes Wohlstand, Unabhängigkeit, mehr Offenheit und eine stabile Wirtschaft. Die Ausländer-Frage hat im Welschland einen kleineren Stellenwert.
Wem aber würde ein Wunsch gegönnt, wenn man einen zu vergeben hätte? Würden in der Deutschschweiz 43 Prozent den Wunsch der Partnerin oder dem Partner schenken, wären es in der Westschweiz "nur" 27 Prozent.
Jedoch würden vier von zehn der Romands ihre Kinder beglücken, was in der Deutschschweiz nur 20 Prozent erwägen würden. Einig sind sich die Bewohner beider Sprachregionen hinsichtlich von Rang drei. Jeder und jede Fünfte nennt seine Eltern als Adressaten. Geschwister, Grosseltern, entferntere Verwandte, Freunde, Bekannte und Kollegen würden nur in geringem Masse berücksichtigt. Interessant: Rund 2 Prozent würden den Wunsch einer fremden Person schenken - und weitere 2 Prozent würden ihn gar nicht weggeben.
So wurde die Studie durchgeführt:
Die repräsentative Studie "Wünsche der Schweizer" wurde zwischen dem 5. und 12. September 2014 mittels Online-Befragung durchgeführt. Es nahmen 500 Personen zwischen 14 und 65 Jahren aus der Deutsch- und Westschweiz daran teil.
Verfasserin ist das auf Online-Markt- und Meinungsforschung spezialisierte Institut Marketagent.com Schweiz AG, das über ein 38'000 befragungswilligen Personen zählendes, nach ISO 26362 zertifiziertes Panel verfügt.