Frühlingserwachen im Zoo Basel
24.03.2015 | 09:39
Mit den warmen Temperaturen hat im Zoo Basel der Frühling Einzug gehalten. Neben den blühenden Blumenwiesen ist der Frühling vor allem in der Vogelwelt auszumachen. Seit die Tage länger werden, ist im Vogelhaus ein vielstimmiges Rufen und Zwitschern zu hören. Die Frühlingsgefühle der Störche...
Mit den warmen Temperaturen hat im Zoo Basel der Frühling Einzug gehalten. Neben den blühenden Blumenwiesen ist der Frühling vor allem in der Vogelwelt auszumachen. Seit die Tage länger werden, ist im Vogelhaus ein vielstimmiges Rufen und Zwitschern zu hören. Die Frühlingsgefühle der Störche schallen gar durch den ganzen Zoo: Sobald der Partner anfliegt oder ein Konkurrent im Anflug ist, legen sie den Kopf in den Nacken und klappern, was der Schnabel hergibt.
Wenn die Tage länger werden, macht sich im Zoo Basel an warmen Tagen eine emsige Aktivität unter den Vögeln breit. Es wird gesungen und gezwitschert, die Umgebung wird nach Nistmaterial abgesucht. Im Vogelhaus sitzt der Brillenvogel auf dem Nest, Nachwuchs ist bereits geschlüpft. Auch bei der Diamanttaube wird es bald soweit sein. Blauscheitelmotmot, Sonnenvogel, Balistar und Tukan rufen um die Wette. Meist singen und rufen die Männchen. Mit ihren Liedern markieren und verteidigen sie ihre Territorien. Gleichzeitig locken sie damit die Weibchen an und stimulieren sie zur Paarung. Studien haben gezeigt, dass Vogelweibchen die lautesten Sänger bevorzugen.
Balzen und Brüten
Derweil geben draussen die Flamingos ein vielstimmiges Balz-Konzert. Laut rufend schreiten sie über das Gelände und recken rhythmisch die Hälse. Einige haben spielerisch mit dem Nestbau begonnen.
Es wird aber noch ein Weilchen dauern, bis die ersten Nestkegel aus Lehm gebaut sind und das Ei darin abgelegt wird. Zwischen den Gehegen bauen die Teichhühner ihr Nest, inmitten von weiteren Frühlingsboten, den Rotwangenschildkröten. Diese mögen es lieber warm und verschlafen den Winter am Boden der Wassergräben.
Erst wenn die warmen Sonnenstrahlen locken, buddeln sie sich wieder aus dem Bodenschlamm und nehmen auf den am Wasser liegenden Baumstämmen ein Sonnenbad.
Begehrtes Baumaterial
Waldrappe und Seidenreiher sind eifrig mit der Suche nach Nistmaterial beschäftigt. Genauso die Störche, die hoch oben in den Bäumen ihre riesigen Nester bauen und jedes Ästchen im Zoo einsammeln. Einige Paare haben bereits mit der Brut begonnen.
Der mit einem Satellitensender ausgerüstete Altstorch "Lenny" ist bereits Ende Februar zurückgekehrt, auch er nistet fleissig. Der junge Storch "Yumna" (3) der am 17. März im Zoo Basel aus seinem Winterquartier im Süden zurückgekehrt ist, wird wohl erst im nächsten Jahr brüten.
Im Zoo Basel hofft man auf ein gutes Storchenjahr. Letztes Jahr wurden im Juni 48 Storchenjunge gezählt.