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Hochleistungs-Hühner vor dem sicheren Tod retten

(Bildquelle: infoticker)

Ein Ei, sei es gekocht, gebraten oder gerührt, gehört für viele Schweizer zu einem reichhaltigen Frühstück. Aber auch beim Backen und Kochen spielen Eier in der nicht-veganen Küche eine wichtige Rolle. Im Einkaufswagen beim Grossverteiler landen dabei häufig Bio- und Freilandeier - schliesslich...

Was vielen Konsumenten nicht bewusst ist: Hinter jedem Ei aus dem Supermarkt steckt ein Huhn, dessen einziger Lebenszweck es ist, innerhalb eines Jahres so viele Eier zu legen, wie der kleine Körper hergibt. Verständlich, dass bei derartigen Höchstleistungen auch die fleissigste Henne nach einigen Monaten eine Pause benötigt.

Da die Hennen in dieser Legepause für die Eierbauern keinen Profit abwerfen, ist es für diese günstiger, die "alten" Hühner auszusortieren und sie mit frischen, unverbrauchten zu ersetzen. So kommt es, dass in Schweizer Gross-betrieben mindestens zweimal im Jahr tausende, gesunde, junge Hennen ausgestallt werden. Was so harmlos tönt, bedeutet jedoch für viele davon den sicheren Tod und die Verarbeitung zu Biogas.

Dem Tod von der Schippe gesprungen

Einige dieser todgeweihten Hennen haben jedoch riesiges Glück: Sie können durch die Susy Utzinger Stiftung für Tierschutz (SUST) nach Übereinkunft mit den Eierlie-feranten an neue, verantwortungsvolle Besitzer vermittelt werden. Besitzer, die den Tieren die nötige Pause gönnen und die sich über jedes Ei freuen, auch wenn es nicht mehr ganz so viele sind, wie zu Spitzenzeiten. So konnte die Stiftung im vergangenen Jahr insgesamt 1'010 Hennen vor einem unwürdigen Tod bewahren.

"Angesichts der grossen Anzahl Tiere, die bei jeder Ausstallung getötet werden, mag es einigen wie ein Tropfen auf den heissen Stein erscheinen", glaubt Tierschützerin Susy Utzinger, Geschäftsleiterin der Susy Utzinger Stiftung für Tierschutz, "für jedes dieser geretteten Tiere bedeutet es jedoch, dass es seinen wohlverdienten Lebensabend als glückliches Huhn verbringen darf. Ein Lebensabend, der unter Umständen noch mehrere Jahre dauern kann. Alleine diese Tatsache ist den Aufwand, der mit diesen Rettungsaktionen zusammenhängt, allemal wert."

Tierfreunde, die sich für die SUST-Legehennen-Aktionen interessieren, werden gebeten, mit der Susy Utzinger Stiftung für Tierschutz Kontakt aufzunehmen. (Email: legehennen@susyutzinger.ch, Tel. 052 202 69 69).