Jobangebot in Zürich gewachsen - Markanter Rückgang in Genf
28.05.2015 | 17:50
Das Schweizer Stellenangebot sank leicht zwischen April und Mai 2015 (-1,8%).
Die Kluft der Stellenausschreibungen in der Deutsch- und Westschweiz akzentuiert sich weiterhin: in der Romandie nahmen diese um -5 Prozent im Jahresvergleich (Mai 2014 - Mai 2015) ab, während in der Deutschschweiz ein Anstieg von +1 Prozent auszumachen war.
- Auffallend ist die Divergenz zwischen den Kantonen Zürich und Genf: einem Anstieg um +4 Prozent im Kanton Zürich steht ein massiver Rückgang um -17 Prozent im Kanton Genf gegenüber.
- Im industriellen Norden der Schweiz (AG, BL, BS) sinkt die Anzahl der Jobangebote um -7 Prozent gegenüber dem Vorjahr und um -4 Prozent zwischen April und Mai 2015.
- Grösster Treiber des Stellenzuwachses ist der Bankensektor mit einem Anstieg von +3 Prozent im Jahresvergleich. Der Bereich der Finanzdienstleistungen wächst um +4 Prozent zwischen April und Mai 2015. Auch im Sektor Sales nehmen die Stellenausschreibungen zu (+5% im Jahresvergleich und +1% zwischen April und Mai 2015).
Zwischen April und Mai 2015 weisen folgende Branchen die höchsten Stellenwachstumsraten aus:
- In der Immobilienwirtschaft ist ein Plus von +8 Prozent auszumachen.
- Das Stellenangebot der Banken wächst um +6 Prozent, mit einem besonderen Anstieg im Bereich Private Banking (+9%).
- Jobangebote im Bereich Rechnungswesen, Finanzen und Steuern steigen um +4 Prozent, insbesondere wächst das Rechnungswesen (+7%).
- In der Forschung nehmen die ausgeschriebenen Stellen um +8 Prozent zu.
Nicolai Mikkelsen, Direktor bei Michael Page, kommentiert: "Bei der Standortauswahl entscheiden sich Internationale Unternehmen zunehmend für Zürich, statt Genf. Dies trägt zur wachsenden Kluft der offenen Stellen zwischen diesen beiden Kantonen bei. KMUs, die aufgrund des SNB Entscheids (Januar 2015) im Bereich Personalpolitik vorsichtiger geworden waren, reagieren nun auf diesen Trend, indem sie noch weniger Stellen ausschreiben. Im Vergleich zu Zürich ist Genf durch Umstrukturierungen von Banken und Konsolidierungen überproportional belastet. Erfreulich ist, dass sich Arbeitgeber beim Rekrutieren vor allem auf jene Bereiche fokussieren, welche mit grösster Wahrscheinlichkeit das Unternehmenswachstum fördern (wie z.B. Vertriebsfunktionen) und welche ermöglichen, ihre Assets bestmöglich zu nutzen (daher der Bedarf an Buchhaltern und Steuerberatern)."