Kadettens Nachwuchsarbeit zahlt sich aus
18.05.2015 | 10:46
Gleich drei Kadetten-Spieler sind dieses Jahr für den World Young Handball Player nominiert. Auch in anderen Bereichen können junge Kadetten-Spieler auftrumpfen.
Dimitrij Küttel auf der Position Rückraum Rechts und auf der Torhüterposition Jonas Maier sowie Nikola Portner: Gleich drei Kadetten-Youngsters zeigten in der vergangenen Saison Höchstleistungen und wurden daher verdient zum World Young Handball Player nominiert. Nebst dem Schaffhauser Verein schafften dieses Kunststück lediglich zwei andere europäische Teams, nämlich die Dänen aus Aalborg - Kadetten-Gegner in der Champions League-Gruppenphase - und der slowenische Verein RK Celje Pivovarna Lasko.
Für die Wahl nominierten elf Handball-Journalisten aus der ganzen Welt 28 Nachwuchstalente - vier pro Position. Das Publikum kann nun seine Meinung einfliessen lassen und für die Spieler abstimmen. Diese Nomination ist ein weiterer Beweis dafür, wie die Arbeit der Kadetten in Europa gewürdigt wird.
Totale Überzeugung
Doch auch in anderen Bereichen vermögen die jungen Kadetten-Akteure zu überzeugen. Im Playoff-Halbfinal gegen Wacker Thun (3:0) traten die beiden 21-jährigen Torhüter Nikola Portner und Jonas Maier in Höchstform auf; sie liessen die Berner Oberländer vor allem im zweiten Spiel zu Hause teilweise verzweifeln: Nur 19 kassierte Gegentreffer waren die Folge. Portner verzeichnete in dieser Partie während 48 Einsatzminuten eine sensationelle Abwehrquote von 50 Prozent. In der Defensive hatte Marko Mamic - auch er erst Jahrgang 1994 - massgeblichen Anteil an den starken Kadetten-Auftritten und hat sich als verlässlicher Bestandteil des Mittelblocks etabliert.
Zuletzt überzeugte auch Flügelspieler Nikola Cvijetic (25 Jahre) nach seinen Einwechslungen jeweils mit Effizienz im Abschluss. Im Heimspiel in der BBC Arena agierte der Spieler aus dem eigenem Kadetten-Nachwuchs brillant. Weitere Spieler aus der Kadetten Nachwuchsbewegung wie Sergio Muggli (zurzeit verletzt) sowie die ins NLA Kader nachrückenden Allili, Meistere und Markovic sowie Stokholm (alle vier etwa 1,97 m gross und athletisch stark) unterstreichen die Bedeutung, welche die Kadetten dem sorgfältigen Aufbau "eigener" Top-Spieler zumessen.
Handball-Stars von morgen
Dazu können auch die zukünftigen Handball-Stars auf eine erfolgreiche Saison zurückblicken: In allen Elite-Meisterschaften zeigten die Schaffhauser starke Auftritte. Die U15-Elite von Coach Matthias Gysin gewann nach einer überlegenen Saison in zwei Finalspielen gegen Stäfa sogar sensationell den Schweizer Meistertitel, die U17-Elite von Marco Lüthi sicherte sich in ihrer Gruppe die Bronzemedaille. Dazu klassierten sich die Kadetten Youngsters in ihrer ersten 1. Liga-Saison sogleich auf dem hervorragenden dritten Rang und die Kadetten Espoirs landeten in der laut Trainer Michael Suter "schwersten Saison des letzten Jahrzehnts" doch noch in der vorderen Tabellenhälfte.
Sowohl die Youngsters als auch die Kadetten Espoirs treten zu einem grossen Teil mit jungen Nachwuchstalenten an und gehören zu den jüngsten Mannschaften in ihren Ligen. Diese Mannschaftserfolge sind umso bedeutender, als bei den Kadetten die individuelle Förderung und Ausbildung gegenüber dem Aufbau von eingespielten Teams im Juniorenbereich Vorrang hat.