Mindestens 77 Todesfälle wegen defekter Zündschlösser bei General Motors
31.03.2015 | 06:05
Der US-Autohersteller bestätigt erstmals konkreten Zahlen.
Der Anwalt von General Motors Kenneth Feinberg hat am Montag im Skandal um den verspäteten Rückruf von Fahrzeugen mit defekten Zündschlössern, mittlerweile 77 Todesfälle eingeräumt. Feinberg verwaltet auch den GM-Entschädigungsfond.
Aktuell werden noch 89 Schadenersatzforderungen wegen Todesfällen überprüft. Am Anfang war der Autohersteller von 13 Fällen ausgegangen. Für jeden Toten zahlt GM mindestens eine Million US-Dollar, für hinterbliebene Eheleute oder Kinder je weitere 300'000 Dollar.
Vor etwas mehr als einem Jahr wurden 2,6 Millionen Autos zurückgepfiffen, weil deren Zündschlösser während der Fahrt in die Aus-Stellung springen können und so das Auto plötzlich unkontrollierbar werden kann, weil Servolenkung, Bremskraftverstärker ausfallen und beim Aufprall die Airbags nicht aufspringen können.