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Neue Studie in Südafrika: Eines von fünf Kindern ist Opfer von sexuellem Missbrauch

(Bildquelle: infoticker)

Jedes fünfte Kind ist in Südafrika ist Opfer von sexuellem Missbrauch.

Die Ergebnisse einer heute veröffentlichten Optimus Studie zeigen, dass in Südafrika nahezu 20 Prozent der Jugendlichen Opfer von sexuellem Missbrauch sind. Der Wert liegt über dem globalen Durchschnitt, ist jedoch nicht schlechter als die Höchstwerte, die Studien zu Australien und anderen afrikanischen Ländern ergaben. Das Meldeverhalten bezüglich des sexuellen Missbrauchs variiert leicht zwischen Jugendlichen unterschiedlicher Ethnien. Die Optimus Studie hat ergeben, dass die Opfer häufiger von einem anderen Kind als von einem Erwachsenen missbraucht wurden. Frühere Optimus Studien in der Schweiz und China haben gezeigt, dass der Anteil der Missbrauchsfälle bei 15 Prozent beziehungsweise 7 Prozent liegt.

Kindsmissbrauch, wo auch immer er vorkommt, hat gravierende Folgen. Die Kosten für das Opfer sind unermesslich und für dessen Gemeinschaft und Land immens. Schätzungen beziffern die Kosten von Kindsmissbrauch für die Weltwirtschaft auf bis zu 7 Billionen US-Dollar, was weit über dem Betrag liegt, der erforderlich wäre, um einen grossen Teil des Kindsmissbrauchs in all seinen Formen zu verhindern.

Spitze des Eisbergs: Die Optimus Studie Südafrika und alle übrigen Studien in dieser Reihe belegen, dass Missbrauchsopfer weltweit die Verbrechen nicht immer den Behörden melden. Das Problem ist folglich viel grösser als eingestanden wurde oder wird. Zahlreiche Opfer leiden infolge kultureller oder anderer Zwänge im Stillen. Und selbst wenn sie den Missbrauch melden, fehlt es in vielen Ländern an Ressourcen zur korrekten Erfassung der Daten oder Bereitstellung der nötigen Unterstützung. Den Missbrauchsopfern zu helfen, ist von grösster Bedeutung. Aber es ist auch belegt, dass sich Prävention auszahlt. Sie verhindert, dass es überhaupt zu Kindsmissbrauch kommt, und schützt die Opfer vor dessen schrecklichen Folgen.

Verheerende Folgen: Sämtliche Optimus Studien zeigen, dass Missbrauchshandlungen neben kurzfristigen Traumata auch schlimme Langzeitfolgen mit sich bringen. Untersuchungen haben ferner einen engen Zusammenhang zwischen Missbrauch in der Kindheit und diversen Risikofaktoren für die häufigsten Todesursachen bei Erwachsenen nachgewiesen. Bei Missbrauchsopfern

Dr. Alexander Butchart, Prevention of Violence Coordinator bei der Weltgesundheitsorganisation (WHO) in Genf, Schweiz, betonte die Bedeutung solcher Umfragen. "Wenn Kindern Gewalt angetan wird, wird dies der Polizei, den Mitarbeitern des Gesundheitswesens oder den Kinderschutzbehörden oft nicht gemeldet. Umfragen wie diese sind folglich die einzige Möglichkeit, um Licht ins ‹Was, Wann, Wo und Wer› zu bringen. Die gesammelten Informationen sind zentral für die Entwicklung und Überwachung von Präventionsprogrammen sowie Unterstützungsangeboten für die Opfer."

Alexander Butchart verwies zudem auf den "WHO Global status report on violence prevention 2014", der das Fehlen einer repräsentativen nationalen Umfrage zum Thema Kindsmisshandlung in Südafrika als grosse Lücke erkannte. Diese wird mit der vorliegenden Umfrage grösstenteils geschlossen. "Es liegt nun an der Regierung, den zivilgesellschaftlichen Organisationen und den Forschern zu gewährleisten, dass den Umfrageergebnissen konkrete Präventionsmassnahmen und Massnahmen für eine bessere Opferhilfe folgen", ergänzte er.

Phyllis Costanza, CEO UBS Optimus Foundation, sagte: "Kindsmissbrauch in jeder Form ist weder tolerierbar noch unvermeidlich. Er lässt sich durchaus verhindern. Das Bewusstein der Öffentlichkeit für das Ausmass dieses Missbrauchs und die Wut darüber nehmen weltweit zu. Untersuchungen wie die Optimus Studie bilden eine solide Grundlage für öffentliche und private Massnahmen zur Verhinderung von Kindsmissbrauch."

Prävention zahlt sich aus, und es gibt bereits bewährte Strategien, die Regierungen bei der Missbrauchsprävention unterstützen.

Zusammenfassung der wichtigsten Erkenntnisse der Optimus Studie

Optimus Studie Südafrika

Optimus Studie Schweiz

Optimus Studie China

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