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Neuer Tunnel soll Lukmanier sicherer machen

Hier entsteht das Südportal (Bildquelle: Tiefbauamt Graubünden)

Am 6. Mai 2026 fiel der Startschuss für den neuen Tunnel Las Ruinas an der Lukmanierstrasse. Das Bauprojekt soll die Sicherheit verbessern und Naturgefahren entlang der wichtigen Verbindung zwischen Graubünden und dem Tessin reduzieren.

Ein wichtiger Meilenstein ist geschafft: Mit dem heutigen Anschiessen startet der Vortrieb des Neubautunnels Las Ruinas an der Lukmanierstrasse. Regierungsrätin Carmelia Maissen betonte, dass das Bauwerk ein zentrales Element für einen sicheren und zukunftsgerichteten Ausbau dieser wichtigen Verbindung zwischen Graubünden und dem Tessin ist. Die Inbetriebnahme des Tunnels ist für 2029 vorgesehen.

Im Abschnitt Las Ruinas zwischen Disentis und Curaglia entspricht die bestehende Strasse nicht mehr den heutigen Anforderungen. Die topografisch anspruchsvolle Lage, die Gefährdung durch Steinschlag und andere Naturereignisse sowie die unübersichtliche Linienführung führen zu eingeschränkter Verkehrssicherheit. Ausschlaggebend für den Neubau ist insbesondere der bauliche Zustand der bestehenden Tunnel- und Galeriebauwerke, die den heutigen Anforderungen nicht mehr genügen.

Der alte Tunnel Las Ruinas (Bildquelle: Tiefbauamt Graubünden)

Mehr Sicherheit und Zuverlässigkeit

Mit der Korrektion der Lukmanierstasse werden insbesondere die Verkehrssicherheit verbessert, Naturgefahren reduziert und die Linienführung optimiert. «Durch den Neubau des Tunnels Las Ruinas investieren wir gezielt in die Sicherheit und Zuverlässigkeit unserer Verkehrsinfrastruktur. Gleichzeitig stärken wir die Erreichbarkeit unserer Randregionen und schaffen wichtige Voraussetzungen für deren wirtschaftliche und gesellschaftliche Entwicklung», unterstreicht Regierungsrätin Carmelia Maissen, Vorsteherin des Departements für Infrastruktur, Energie und Mobilität, die Bedeutung dieses Projekts.

Bau unter Verkehr

Der rund 490 Meter lange Tunnel wird parallel zur bestehenden Strecke erstellt. Diese Bauweise bringt entscheidende Vorteile für die Verkehrsteilnehmenden mit sich: Der bestehende Tunnel bleibt während der Bauzeit weitgehend in Betrieb, sodass Einschränkungen minimiert werden können. Kantonsingenieur Reto Knuchel erklärt dazu: «Wir bauen unter anspruchsvollen Bedingungen und maximaler Rücksicht auf die Verkehrsteilnehmenden. Das ist eine Herausforderung und gleichzeitig eine Stärke dieses Projekts.»

Die Bauarbeiten für den Tunnel Las Ruinas erfolgen etappenweise bis zur Fertigstellung im Jahr 2029. In den Folgejahren sind weitere Massnahmen zwischen Las Ruinas und der Medelserbrücke vorgesehen (siehe Beilage «TBA-Info»). Die Kosten für den Tunnelneubau betragen rund 32 Millionen Franken. Der Abschluss des Gesamtprojekts ist bis 2036 geplant. Die Regierung genehmigte das Projekt bereits im September 2018.

Quelle der Nachricht: Tiefbauamt