Infoticker

Recruiting: Fehlbesetzungen in Schweizer Unternehmen sehr häufig

(Bildquelle: infoticker)

72 Prozent der Schweizer Unternehmen haben schon einmal einen Mitarbeitenden eingestellt, der die in ihn gesetzten Erwartungen nicht erfüllt hat. Die Auswirkungen von Fehlentscheidungen im Recruiting sind gravierend: Sie reichen von Produktivitätseinbussen bis hin zu Kundenverlusten. Diese und...

72 Prozent der Schweizer Unternehmen haben schon einmal einen Mitarbeitenden eingestellt, der die in ihn gesetzten Erwartungen nicht erfüllt hat. Die Auswirkungen von Fehlentscheidungen im Recruiting sind gravierend: Sie reichen von Produktivitätseinbussen bis hin zu Kundenverlusten. Diese und weitere Ergebnisse sowie Tipps zur Minimierung der Anzahl an Fehlbesetzungen hat Robert Half im Booklet "Gute Wahl! Wie Sie Kosten und Risiken falscher Personalentscheidungen minimieren" zusammengefasst.

Robert Half hat 100 HR-Manager in der Schweiz befragt - die Hälfte (51 Prozent) beklagt vor allem den Produktivitätsverlust als schwerwiegendste Konsequenz falscher Personalentscheidungen. Für 27 Prozent sind die durch eine Fehleinstellung entstandene Unruhe und die negativen Auswirkungen auf die Arbeitsmoral im Team die grösste Sorge. Weitere 14 Prozent sehen das Hauptproblem in der Entstehung finanzieller Kosten. Nicht zuletzt führen die Befragten mehr als jeden sechsten Mitarbeiterwechsel auf Fehlentscheidungen im Recruiting zurück.

Herausforderung Recruiting: Mangel an Spezialisten, fehlende Kenntnisse und grosse Konkurrenz

Die überwiegende Mehrheit der Personalentscheider (84 Prozent) sehen das Recruiting als grosse Herausforderung an. Denn das Angebot an offenen Stellen ist in der Schweiz weitaus grösser als die Anzahl qualifizierter Fachkräfte. Mit dem Mangel an Fachkräften mit Spezialwissen oder für Nischenbereiche begründen daher auch 45 Prozent der Befragten die Probleme bei der Personalsuche. Mehr als jeder Dritte (36 Prozent) stellt eine unzureichende Anzahl an qualifizierten Bewerbern fest. 15 Prozent beklagen ausserdem mangelnde kaufmännische und betriebswirtschaftliche Kenntnisse von Bewerbern.

"Vor dem Hintergrund der hohen Einstellungsabsichten in der Schweiz und den gewachsenen Anforderungen am Markt stehen Personalentscheider heute vor einer grossen Recruiting-Herausforderung. Hinzu kommt, dass der Beitrag eines einzelnen Mitarbeitenden zum Erfolg eines Unternehmens häufig unterschätzt wird. Insbesondere dann, wenn dieser eine Schlüsselfunktion innehat, die nicht einfach zu ersetzen ist", weiss Sven Hennige, Senior Managing Director Central Europe & The Netherlands bei Robert Half.

"Um das Risiko einer falschen und in Folge kostenintensiven Personalentscheidung zu minimieren, müssen Arbeitgeber ihre Recruiting-Prozesse regelmässig auf den Prüfstand stellen und an aktuelle Marktbedingungen anpassen. Die Fachabteilung muss dafür sehr eng mit der HR-Abteilung oder dem externen Personaldienstleister zusammenarbeiten und einen optimalen Recruiting-Prozess aufstellen: Vom passgenauen Anforderungsprofil der Stelle, über die Suche im eigenen Netzwerk sowie aktiven und passiven Bewerbermarkt, hin zu professionellen Bewerbungsgesprächen und nicht zuletzt einem erfolgreichen Onboarding-Prozess."