Sauber nahe der Schweizer Grenze auf Grosses aus
31.08.2015 | 10:49
12. Lauf zur FIA Formel-1-Weltmeisterschaft, 4. bis 6. September 2015.
Der Grosse Preis von Italien ist für das Sauber F1 Team wie ein Heimrennen, weil die Monza-Strecke nicht weit von der Schweizer Grenze entfernt liegt. Das traditionelle Rennen im „Autodromo Nazionale“ ist der letzte Lauf der FIA Formel-1-Weltmeisterschaft 2015 auf europäischem Boden. Auf dem Hochgeschwindigkeitskurs werden auf den Geraden die schnellsten Tempo-Werte der Saison gemessen. Diese Strecke sollte den Sauber C34-Ferrari entgegenkommen.
Marcus Ericsson: (Startnummer 9)
"Das Rennwochenende in Monza wird wegen der Beliebtheit der Formel 1 bei den Tifosi stets zu einer besonderen Veranstaltung. In Monza ist die Atmosphäre immer toll, die Italiener haben eine grosse Leidenschaft für den Motorsport. Das Autodrom ist die schnellste Strecke im Kalender, und ich bin gespannt, welche Höchstgeschwindigkeit wir mit den modifizierten Motoren auf den Geraden erzielen werden. Entscheidend ist, einen guten Kompromiss bei der Fahrzeugabstimmung zu finden. Denn auf den Geraden braucht es eine hohe Endgeschwindigkeit und in den Schikanen eine gewisse Stabilität des Autos."
Felipe Nasr: (Startnummer 12)
"Die Strecke in Monza hat viel Tradition. Ich kenne den Kurs bestens aus anderen Rennserien. Der Circuit erinnert mich an das Jahr 2009, als ich nach Italien gezogen bin. Damals habe ich nur 40 Minuten von Monza entfernt gewohnt. Für mich ist es ein einzigartiger Kurs. Mir gefällt vor allem, dass die Kurven flüssig zu fahren sind. Die Parabolica ist mit Abstand meine Lieblingskurve. Ich freue mich auf Monza, zumal ich dort zum ersten Mal mit einem Formel-1-Auto fahren werde. Die Hochgeschwindigkeitsstrecke sollte unserem Auto liegen. Wir müssen die richtige Fahrzeugabstimmung finden, um sowohl auf den Geraden als auch in den Kurven schnell zu sein. Eine gute Bremsstabilität sowie Traktion werden entscheidend sein, um optimal aus den Kurven herausbeschleunigen zu können."
Giampaolo Dall'Ara, Leitender Ingenieur an der Rennstrecke:
"Der Kurs von Monza ist bekannt für die eindrucksvollen Tempi, die die Autos auf den Geraden erreichen - es sind die höchsten Geschwindigkeitswerte der Saison. Gleichzeitig hat diese geschichtsträchtige Strecke herausfordernde Kurven jeder Art. Das Spektrum reicht von relativ langsamen Schikanen bis zu Kurven wie Lesmo oder Parabolica, die man in einem Fluss fahren kann. Bei der Fahrwerkseinstellung zählt nur eines - so wenig Abtrieb wie sonst nirgendwo. Deshalb braucht man eine maximale mechanische Haftung, die im Zusammenspiel mit den Bremsen und der Traktion sowie dem Fahren über Randsteine funktionieren muss. Die aktuelle Reifen-Zuteilung mit der Medium- und weichen Gummimischung klingt vernünftiger, als Medium/Hart wie in den Jahren zuvor. Denn die aktuelle Wahl ermöglicht neue Szenarien und bringt Spannung in das Renngeschehen."