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Schneesport - Ungebrochene Beliebtheit, konstantes Unfallrisiko

(Bildquelle: infoticker)

Ski- und Snowboardfahren gehören in der Schweiz nach wie vor zu den beliebtesten Sportarten. Entgegen anders lautenden Vermutungen sind diese Aktivitäten in den letzten Jahren nicht gefährlicher geworden. Dies geht aus einer neuen Studie der "bfu" hervor. Allerdings verletzen sich jedes...

Ski- und Snowboardfahren gehören in der Schweiz nach wie vor zu den beliebtesten Sportarten. Entgegen anders lautenden Vermutungen sind diese Aktivitäten in den letzten Jahren nicht gefährlicher geworden. Dies geht aus einer neuen Studie der "bfu" hervor. Allerdings verletzen sich jedes Jahr immer noch durchschnittlich 87'000 Schneesportler auf Schweizer Pisten.

Rund 2,5 Millionen Einwohner der Schweiz fahren Ski, 0,4 Millionen bevorzugen das Snowboard. Zum Teil fahren diese Ski- und Snowboardfahrer auch auf Pisten im Ausland. Es wird geschätzt, dass Skifahrer 84 Prozent der Schneesporttage in der Schweiz verbringen, bei den Snowboardern sind es 91 Prozent. Dies geht aus einer Studie der "bfu" hervor, die erstmals das Unfallgeschehen im Schneesport auf Schweizer Pisten umfassend analysiert.

Stabile Unfallzahl

Die "bfu" stellt fest, dass die Unfallzahlen beim Ski- und Snowboardfahren seit Mitte der 1990er-Jahre relativ stabil geblieben sind. Im Durchschnitt verletzten sich rund 39'000 Ski- und 13'000 Snowboard-fahrer mit Wohnsitz Schweiz auf helvetischen Pisten so schwer, dass sie ärztlich behandelt werden müssen. Hinzu kommen 30'000 verletzte Ski- und 5'000 verletzte Snowboardfahrer mit Wohnsitz im Ausland. Das Verletzungsrisiko hat sich in den letzten 10 Jahren ebenfalls kaum verändert: Es beträgt 3,2 Verletzte pro 1'000 Schneesporttage (3,2 bei den Ski-, 3,3 bei den Snowboardfahrern). Auch der Schweregrad der Verletzungen ist sowohl beim Ski- wie auch beim Snowboardfahren über die Jahre ziemlich konstant geblieben.

Im Schnitt sterben pro Jahr sechs Ski- oder Snowboardfahrer auf dem Schweizer Pisten sowie zehn Variantenski- oder Variantensnowboardfahrer abseits der markierten Pisten. Die Anzahl tödlich Verunfallter - vor allem der Opfer beim Freeriden - schwankt stark, was auf den bedeutenden Einfluss der Witterungs- und Schneebedingungen zurückzuführen ist. Hier ist kein langfristiger Trend zu erkennen. Das Risiko eines tödlichen Unfalls liegt bei einem Getöteten pro 1,4 Millionen Schneesporttage. Die Auswertungen der "bfu" zeigen somit: Entgegen anders lautenden Vermutungen ist Ski- oder Snowboardfahren in den letzten Jahren nicht "gefährlicher" geworden.

Kollisionen: Skifahrer sind gefährdeter

Bei den Skifahrern liegt der Anteil an Unfälle durch Kollisionen bei lediglich 7,4 Prozent, bei den Snowboardern sogar nur bei 3,8. Auswertungen der "bfu" deuten zudem darauf hin, dass an Wochenendtagen, an denen mehr Schneesportler auf den Pisten sind, das Kollisionsrisiko nicht höher ist als unter der Woche.

Um sich vor Verletzungen zu schützen, sollten Schneesportler jeweils vor der Saison das Material durch eine Fachperson überprüfen und die Skibindungen korrekt einstellen lassen, einen gut sitzenden Helm tragen und die FIS-Verhaltensregeln einhalten. Insbesondere gilt es, die Geschwindigkeit sowie die Fahrweise an das eigene Können und die Pistenverhältnisse anzupassen.