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Sehr milde erste Januarhälfte

(Bildquelle: infoticker)

In der ersten Januarhälfte 2015 wurde die Witterung in der Schweiz vor allem durch milde West- und Südwest-Strömungen bestimmt. Gab es zum Monatsbeginn vor allem im Flachland noch einige Tage mit unterdurchschnittlichen Tagesmitteltemperaturen, bewegten sich die Werte ab dem 8. Januar verbreitet 3...

In der ersten Januarhälfte 2015 wurde die Witterung in der Schweiz vor allem durch milde West- und Südwest-Strömungen bestimmt. Gab es zum Monatsbeginn vor allem im Flachland noch einige Tage mit unterdurchschnittlichen Tagesmitteltemperaturen, bewegten sich die Werte ab dem 8. Januar verbreitet 3 bis 6 Grad über der Norm 1981 bis2010.

Regional wärmster Wintertag seit Messbeginn

Extrem mild wurde es am 10. Januar mit Tagesmittelwerten zwischen 6 und mehr als 14 Grad über der Norm 1981 bis2010. Die Innerschweiz erlebte den mildesten Wintertag seit Messbeginn. In Luzern erreichte die Tagesmitteltemperatur 15,1 Grad, was bisher in der seit 1871 verfügbaren Messreihe in keinem Wintermonat (Dezember bis Februar) registriert wurde. Das Tagesmaximum kletterte auf 19,3 Grad. Nur im Winter 1992/93 gab es hier mit 19,5 Grad ein etwas höheres Tagesmaximum.

In Engelberg auf 1'036 m ü.M. und in Andermatt auf knapp 1'438 m ü.M. wurde mit einem Tagesmittel von 12,5 Grad bzw. 7,9 Grad ebenfalls der mildeste Wintertag seit Messbeginn aufgezeichnet. Die Messreihen gehen an beiden Messstandorten bis 1864 zurück. Das Tagesmaximum erreichte in Engelberg mit 16,1 Grad den dritthöchsten Winterwert. Ein höheres winterliches Maximum brachte hier nur der Dezember 1989 mit 18,0 Grad und der Dezember 2003 mit 16,8 Grad.

Für den Monat Januar allein war es in Engelberg also das höchste bisher gemessene Tagesmaximum, wobei die Messreihe der Tagesmaxima nur bis 1969 zurück verfügbar ist. In Andermatt werden Maximum-Temperaturen erst seit der Automatisierung im Jahr 2013 erhoben.

Auch am Messstandort Buffalora wärmster Wintertag


Auch an einem der Kältepole der Schweiz, am Messstandort Buffalora im Unterengadin auf knapp 2'000 m ü.M., brachte der 10. Januar 2015 den wärmsten Wintertag in der über 50jährigen Messreihe, allerdings zusammen mit 12. Dezember 1961. Die Tagesmitteltemperatur erreichte 3,9 Grad. Sie lag damit knapp 1 Grad über dem zweit platzierten 19. Januar 2007. Im übrigen Engadin sowie im Val Müstair war es der zweit- oder drittwärmste Wintertag seit Messbeginn. An den Messstandorten Samedan und Scuol wurden die bisherigen Rekorde aber nur ganz knapp verfehlt. Alpensüdseite und Engadin meist sonnig

Auf der Alpensüdseite und im Engadin war die milde Witterung bis Monatsmitte von viel Sonne begleitet. Die Störungsdurchgänge mit Niederschlag und stürmischen Winden vom 2. bis 4. und vom 8. bis 11. betrafen vor allem die Alpennordseite und die Alpen. Eine markante Kaltfront brachte am 14. Januar der ganzen Schweiz trübe Verhältnisse und der Alpennordseite regional kräftige Niederschläge und starke bis stürmische Winde. Die Schneefallgrenze bewegte sich um 1'000 m oder höher. Im Tessin blieb es derweil meist trocken.