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Skid Row in L.A.: Polizisten erschiessen Obdachlosen

(Bildquelle: infoticker)

Ein Raubüberfall löste am Sonntagmitag einen Routine-Einsatz der Polizei im Problemviertel Skid Row in Los Angeles aus. Dort versuchten sie, einen verdächtigen obdachlosen Mann festzunehmen.Dieser habe sich allerdings gewehrt und sogar eine Waffe gezogen, woraufhin die Beamten zuerst eine...

Ein Raubüberfall löste am Sonntagmitag einen Routine-Einsatz der Polizei im Problemviertel Skid Row in Los Angeles aus. Dort versuchten sie, einen verdächtigen obdachlosen Mann festzunehmen.

Dieser habe sich allerdings gewehrt und sogar eine Waffe gezogen, woraufhin die Beamten zuerst eine Elektroschock-Pistole (Taser) eingesetzt hätten, die aber wirkungslos blieb, zitiert die "Los Angeles Times" einen Polizeisprecher.

Es fielen fünf Schüsse

In Videos von Augenzeugen sind im Handgemenge Schreie zu hören, zudem ist zu sehen, wie der Obdachlose zu Boden geht. Schliesslich fallen fünf Schüsse. Wenig später gibt die Polizei noch am Tatort den Tod des Mannes bekannt. Laut Augenzeugen war der Mann unbewaffnet, was die Polizei bestätigte.

Wie lokale Medien berichten, handelte es sich beim Obdachlosen um einen schwarzen Mann. Er soll in der Gegend unter dem Spitznamen "Africa" bekannt gewesen sein und lebte auf der Strasse.

Bereits in den vergangenen Monaten hatten Fälle von Polizeigewalt von weissen Beamten gegen Schwarze hatten in den USA eine Welle des Protests ausgelöst und zu einer Debatte über Rassismus unter den Sicherheitskräften geführt.

Anteilnahme in den sozialen Netzwerken

Die Stichwörter #LAPDShooting, #skidrow und #homeless sind rasch zum breitdiskutierten Thema in den sozialen Netzwerken geworden.

Das Skid Row gilt als die Obdachlosen-Hauptstadt in den USA. Dort leben unzählige mittellose Menschen, Kriegsveteranen, Menschen mit psychischen Problemen sowie drogenabhängige Männer und Frauen. Bittere Armut, Gewalt und Selbstmord sind hier an der Tagesordnung.