Spielzeug in der Schweiz weiterhin teurer als im Ausland
12.12.2014 | 14:28
Für den Preisbarometer wurden Ende November in der Schweiz und im angrenzenden Ausland Warenkörbe mit Spielwaren und Schuhen verglichen. Während die Preisdifferenzen bei den Schuhen im einstelligen Prozentbereich liegen, kosten Spielwaren im Ausland - ausser in Italien - teils deutlich weniger als...
Für den Preisbarometer wurden Ende November in der Schweiz und im angrenzenden Ausland Warenkörbe mit Spielwaren und Schuhen verglichen. Während die Preisdifferenzen bei den Schuhen im einstelligen Prozentbereich liegen, kosten Spielwaren im Ausland - ausser in Italien - teils deutlich weniger als in der Schweiz. In der Spielzeug-Branche, wo im Festtagsverkauf rund die Hälfte des Jahresumsatzes von 434 Mio. Franken erzielt wird, schürt Toys'R'Us Schweiz den Wettbewerb. Im intraschweizerischen Vergleich war der amerikanische Spielzeug-Händler klar günstiger als Manor (12% teurer) und Coop (17% teurer).
Der grösste Preisunterschied besteht zwischen Schweizer und deutschen Händlern. Aktuell beträgt er im Mittel 30%, womit die Differenz in den letzten Jahren gewachsen ist (28% im Jahr 2013 und 19% im Jahr 2012). Der Warenkorb des günstigsten Schweizer Händlers war 21% teurer als der gleiche Warenkorb bei der deutschen Handelskette Real. Spielzeug kostete bei Manor und Coop 38, respektive 42 Prozent mehr als bei Real.
Unterschied Schweiz - Österreich minim
Die Preisunterschiede zwischen der Schweiz und Österreich veränderten sich kaum. Nach wie vor kosten Spielzeuge in der Schweiz durchschnittlich etwas mehr als 20 Prozent mehr. Nur geringfügig günstiger als in der Schweiz waren die Produkte in Frankreich und Italien. Der Vergleichswarenkorb von Toys"R"Us Schweiz unterbot erfreulicherweise sogar die italienischen Händler IPER und Toys Center, sowie den französischen Anbieter La Grande Récré.
Online-Handel nivelliert internationales Schuhpreisniveau
Neben Spielwaren wurden auch Schuhpreise erhoben. Nach wie vor sind die Preise dieser Produktkategorie in der Schweiz am höchsten. Die verglichenen Modelle waren rund sieben Prozentpunkte günstiger in Italien und Frankreich, beziehungsweise drei bis vier Prozentpunkte günstiger in Deutschland und Österreich. Verglichen mit früheren Erhebungen haben sich die Preise international stark angeglichen, was darauf zurückzuführen ist, dass immer mehr Kunden Kleider und Schuhe online einkaufen.