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TV Zofingen verabschiedet sich aus der Premium League

(Bildquelle: infoticker)

Der Vorstand des TV Zofingen Handball Frauen hat beim SHV und der SPAR Premium League den Antrag auf den freiwilligen Abstieg in die 1. Liga gestellt. Trotz der intakten Chance, den Ligaerhalt in der SPL1 auf sportlichem Weg zu schaffen, bläst der TVZ zum Rückzug und möchte in der Saison 2015/2016...

Der Vorstand des TV Zofingen Handball Frauen hat beim SHV und der SPAR Premium League den Antrag auf den freiwilligen Abstieg in die 1. Liga gestellt.

Trotz der intakten Chance, den Ligaerhalt in der SPL1 auf sportlichem Weg zu schaffen, bläst der TVZ zum Rückzug und möchte in der Saison 2015/2016 in der 1. Liga starten. Ein entsprechendes Gesuch wurde am vergangenen Mittwoch beim Schweizerischen Handballverband eingereicht.

Wenig sportliche Perspektiven, kleines Budget und fehlende Basis

Die sportlichen Aussichten für das SPL-Team für die kommende Saison wären alles andere als rosig: wiederum verlässt eine Handvoll Spielerinnen den Verein, grösstenteils aus schulischen oder beruflichen Gründen. Die Basis für eine weitere erfolgreiche Saison scheint daher nicht mehr gegeben, zumal man auf dem rege bearbeiteten Transfermarkt bisher keine Erfolge erzielen konnte, was mitunter auch an den zwar intakten, aber bescheidenen Finanzen der Thutstädterinnen liegen mag. Vielleicht hätte man noch eine oder zwei Saisons anhängen können – aber wozu?

Ein leistungsbereiter Nachwuchs fehlt gänzlich, nachdem vor drei Jahren die FU19-Schweizermeisterinnen dem damaligen Neustart in der SPL2 geopfert werden mussten und vor Jahresfrist das FU17Eliteteam den Ligaerhalt knapper als knapp nicht schaffte. Zwar arbeitet man im Juniorinnenbereich unter der Flagge "Aargau West" gut mit den umliegenden Vereinen zusammen, für die Ernte wird man sich aber noch einige Jahre gedulden müssen. Als Folge der dünnen Nachwuchsabteilung leiden die Verantwortlichen auch unter dem Fehlen von ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern, welche in rechter Zahl für die Durchführung der SPL-Heimspiele benötigt werden.

Auflagen haben Möglichkeiten zunehmend überstiegen

Die Auflagen, welche sich die Liga selber verordnet hat, sind umfassend und bestimmt auch sinnbildend, aber sie übersteigen die Möglichkeiten des TV Zofingen Handball Frauen zunehmend. Der Rückzug in die 1. Liga ist daher die logische Konsequenz. "Das ist ein sehr schmerzlicher Weg, der aber nach reiflicher Überlegung und Prüfung von verschiedensten Varianten unumgänglich ist. Ein Verbleib im nationalen Leistungssport wäre weder nachhaltig, noch erfolgsversprechend und deshalb unvernünftig", so Sportchef Christoph Wyder.

"Wir haben den Antrag bereits jetzt gestellt, um sowohl dem Trainer, wie auch den Spielerinnen die Möglichkeit zu geben, sich frühzeitig neu zu orientieren. Wir sind optimistisch, dass wir mittelfristig mit einem 1. Liga-Team unsere reichhaltige Erfahrung in der Ausbildung junger Spielerinnen einsetzen, und uns damit als Talentschmiede für den Spitzensport etablieren können", schaut Präsident Chris Blattmann optimistisch in die Zukunft.