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Verkehrsunfallstatistik 2014 der Kantonspolizei Basel-Stadt

(Bildquelle: infoticker)

Die zahlen entwickeln sich auf vergleichsweise tiefem Niveau weitgehend stabil. Präventionsangebote und ein Projekt befinden sich in Umsetzung.

Die Basler Verkehrsunfallstatistik entwickelt sich auf vergleichsweise tiefem Niveau weitgehend stabil. Der leichte Anstieg 2014 ist unter anderem auf die Zunahme von Unfällen mit Beteiligung von Velofahrenden – nicht zuletzt unter Alkoholeinfluss – sowie die genauere statistische Erfassung zurückzuführen. Den hohen Zahlen bei den Unfällen mit Seniorinnen und Senioren begegnet die Kantonspolizei mit speziellen Präventionsangeboten. Eine weitere signifikante Senkung der Verkehrsunfälle ist nur mit einem umfassenden Verkehrssicherheitsplan zu erreichen. Ein entsprechendes Projekt befindet sich in Umsetzung.

Zwischen 2005 und 2012 sank die Gesamtzahl der erfassten Verkehrsunfälle im Kanton Basel-Stadt kontinuierlich und erreichte 2012 den niedrigsten Wert mit 898 Unfällen. Anpassungen bei der Unfallaufnahme und eine genauere statistische Erfassung ab 2013 führten zu einem leichten Anstieg der Zahlen, die sich nun auf diesem tiefen Niveau einpendeln. 2014 stieg die Gesamtzahl der erfassten Unfälle im Vergleich mit dem Vorjahr um 77 Fälle auf Total 1106 (2013: 1029). Die Zahl der bei den erfassten Verkehrsunfällen verletzten Personen stieg im Vergleich zum Vorjahr ebenfalls leicht an (2014: 435, 2013: 397 [+38]), die Zunahme war aber deutlich geringer als im Jahr zuvor (2013: 397, 2012: 302 [+95]). 2014 verzeichnete die Kantonspolizei zwei Verkehrstote (2013: 2).

2013 konnte eine deutliche Zunahme bei den Unfällen mit unter Alkoholeinfluss stehenden Velofahrerinnen und Velofahrern verzeichnet werden. Dieser Trend setzte sich mit einem marginalen Rückgang 2014 fort (2014: 14, 2013: 15 [-1]), während die Unfallzahlen von alkoholisierten Motorfahrzeuglenkerinnen und -lenkern zum fünften Mal in Folge rückläufig sind (von 82 Fällen im 2010 zu 50 Fällen 2014). Die Kantonspolizei Basel-Stadt führt den Rückgang der Unfallzahlen bei den Motorfahrzeuglenkerinnen und -lenkern unter anderem auf die konsequente und fortlaufende Kontrolltätigkeit zurück. Die auffälligen Zahlen bei den Velofahrenden bestätigen die Vorgehensweise der Kantonspolizei, auch bei diesen Verkehrsteilnehmerinnen und -teilnehmern Atemalkoholproben durchzuführen und Übertretungen entsprechend zu ahnden.

Die Verkehrsunfallstatistik 2014 weist eine deutliche Zunahme bei den Unfällen mit Seniorinnen und Senioren aus (2013: 98, 2014: 125 [+27]). Diese nehmen als Unfallbeteiligte unterschiedliche Rollen ein: als Fussgängerinnen und Fussgänger, als Motorfahrzeuglenkerinnen und -lenker oder als Velofahrerinnen und -fahrer. Die Kantonspolizei Basel-Stadt reagiert auf diese Entwicklung unter anderem mit besonderen Präventionsangeboten für Seniorinnen und Senioren: So werden zum Beispiel im Rahmen der Aktion «Mobil sein und bleiben» Tipps zum sicheren Verhalten im Strassenverkehr vermittelt. Die Spezialisten der Verkehrsprävention richten in diesen Kursen ein besonderes Augenmerk auf das sichere Verkehrsverhalten in Tempo 30- und Begegnungszonen.

Die vorliegenden Zahlen zeigen, dass besonders dem Langsamverkehr ein spezielles Augenmerk zu widmen ist. Grundsätzlich bestätigt sich auch, dass ein weiterer Schritt in der Verkehrssicherheit nur über einen integrierten und umfassenden Verkehrssicherheitsplan zu erreichen ist. Ein solcher Plan ist eines der Legislaturziele des Regierungsrats des Kantons Basel-Stadt. Das entsprechende Projekt befindet sich bei der Kantonspolizei in der Umsetzung.

Die Kantonspolizei setzt gleichzeitig ihr laufendes Bestreben fort, die Verkehrssicherheit auf den Basler Strassen kontinuierlich mit den bereits zur Verfügung stehenden Massnahmen und Mitteln zu erhöhen. Durch Überprüfungen der Strasseninfrastruktur (z.B. Fussgängerstreifen), durch eine konsequente Kontrolltätigkeit (z.B. Fahren unter Alkohol- oder Betäubungsmitteleinfluss) und durch eine weitreichende Präventionstätigkeit (z.B. Verkehrsinstruktion an Schulen) arbeiten die verschiedenen Abteilungen und Dienste der Kantonspolizei Hand in Hand, um allen Verkehrsteilnehmerinnen und -teilnehmern ein sicheres Vorwärtskommen zu ermöglichen.

Die Verkehrsprävention der Kantonspolizei: Seit 70 Jahren im Dienst der Verkehrssicherheit

Die Unfallverhütung beginnt früh: Bereits bei den kleinsten Verkehrsteilnehmerinnen und -teilnehmern muss das Verkehrsverhalten geschult und trainiert werden. Die Kantonspolizei schult bereits seit 70 Jahren die neuen Verkehrseinsteiger. In der heutigen Organisation deckt der Dienst für Verkehrsprävention diese Bedürfnisse ab. Erste Lektionen finden schon im Kindergartenalter statt und finden ihre Fortsetzung im Theorieunterricht zu den Verkehrsregeln und in praktischen Übungen im Verkehrsgarten am Morgartenring oder in den Quartieren der Basler Schulen. Jährlich betreuen die Verkehrsinstruktoren rund 10'000 Kinder und zeigen Ihnen richtiges und sicheres Verkehrsverhalten auf.