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Zürich – Rega-Ambulanzjets bleiben am Flughafen stationiert

Die neue Jet-Basis soll im Westen des Flughafens entstehen. (Bildquelle: Rega)

Die Rega wird ihre Ambulanzjets weiterhin am Flughafen Zürich stationieren. Eine neue Jet-Basis soll im Westen des Flughafens entstehen, um die Versorgung von Patienten optimal sicherzustellen.

Hintergrund dieses Entscheids der Rega ist die geplante Umrollung der Piste 28 am Flughafen Zürich, weshalb die Rega ihren heutigen Hauptsitz, wo auch der Jet-Betrieb angesiedelt ist, bis Ende 2030 aufgeben muss. Aus diesem Grund hat die Rega verschiedene Optionen für die künftige Stationierung ihres Ambulanzjet-Betriebes geprüft und sich nun für den Verbleib am Flughafen Zürich entschieden.

Mit diesem Grundsatzentscheid schafft die Rega die Voraussetzung, dass die Planung für eine neue Jet-Basis im Westen des Flughafens an die Hand genommen werden kann.

Die beste Lösung für Patientinnen und Patienten

Der Entscheid folgt konsequent dem Grundprinzip der Rega: Das Wohl von Patientinnen und Patienten steht im Zentrum. Die Rega führt mit ihren Ambulanzjets jährlich rund 1000 Repatriierungen aus aller Welt durch. Es ist sinnvoll, die Ambulanzjets möglichst dort zu stationieren, wo ein grosser Teil der Bevölkerung lebt und von wo aus viele Spitäler innert nützlicher Frist erreicht werden können.

Dies ermöglicht nach der Landung einen schnellen, bodengebundenen Transport der repatriierten Patientinnen und Patienten ins Zielspital. Zudem bietet der Flughafen Zürich als internationaler Landesflughafen optimale operationelle Voraussetzungen. Die Infrastruktur mit mehreren, unterschiedlich ausgerichteten Pisten, erlaubt das Anfliegen bei fast allen Wetterbedingungen und die Betriebszeiten gewährleisten die notwendige Flexibilität, damit die Rega auch dringende Einsätze kurzfristig oder im Ausnahmefall auch in den Nachtstunden durchführen kann.

Rega-CEO Ernst Kohler sagt: «Dank dem Entscheid des Rega-Stiftungsrates können wir die nächsten Schritte für eine neue Jet-Basis nun angehen – damit wir Patientinnen und Patienten auch künftig schnell, flexibel und unter optimalen Bedingungen versorgen können.»

Hauptsitz und Helikopterinstandhaltung werden nach Sarnen (OW) ziehen

Unverändert bleibt die Planung für den restlichen Teil des heutigen Hauptsitzes, also für den Helikopterinstandhaltungsbetrieb, die nationale Luftrettungszentrale, welche die Einsätze der Rettungshelikopter koordiniert, sowie die Verwaltung. Diese Bereiche sollen künftig in Sarnen beim ehemaligen Militärflugplatz Kägiswil angesiedelt werden.

Ein entsprechendes Baugesuch für den neuen Rega-Hauptsitz wurde beim Bundesamt für Zivilluftfahrt eingereicht. Für die Realisierung ist eine Anpassung des Sachplans Infrastruktur der Luftfahrt (SIL) notwendig, über die der Bundesrat voraussichtlich bis Ende des Jahres 2026 entscheiden wird.

Quelle der Nachricht: Rega-Mediendienst