100 zusätzliche Plätze für Asylsuchenden in Gümligen

(Bildquelle: infoticker)

Ab Anfang August 2015 werden in der Zivilschutzanlage «Siloah» in Gümligen rund 100 zusätzliche Plätze zur Unterbringung von Asylsuchenden genutzt. Der Gemeinderat Muri stellt die Anlage dem Kanton auf eigene Initiative hin zur Verfügung. Die Betreuung der Asylsuchenden übernimmt die Heilsarmee...

Der Gemeinderat von Muri hat auf eigene Initiative hin entschieden, die Zivilschutzanlage "Siloah" für die Unterbringung von rund 100 Asylsuchenden vorübergehend zur Verfügung zu stellen. Er reagiert damit auf die überdurchschnittlich hohe Anzahl an neu zugewiesenen Asylsuchenden durch den Bund. Dies führte im Kanton Bern zu Engpässen in den Unterbringungsmöglichkeiten. Es müssen zusätzliche Plätze geschaffen werden, da die 26 Asylunterkünfte im Kanton Bern vollständig belegt sind.

Der Gemeinderat von Muri ermöglicht damit erneut, dass zahlreiche Menschen, die nach ihrer Flucht in der Schweiz ein Asylverfahren durchlaufen, eine Unterbringungsmöglichkeit erhalten. In der Vergangenheit konnte der Kanton die Zivilschutzanlage "Siloah" bereits in den Neunzigerjahren, 2008/09 und 2011/12 kurzfristig als Notunterkunft nutzen.

Die zuständigen Behörden bereiten die Anlage in Zusammenarbeit mit dem kantonalen Migrationsdienst und der Heilsarmee Flüchtlingshilfe vor, damit in der Anlage Siloah ab Anfang August Asylsuchende untergebracht werden können.

Hotline für die Bevölkerung

Die Anwohnerinnen und Anwohner der Zivilschutzanlage Siloah wurden persönlich über die getroffenen Unterkunftsmassnahmen informiert. Für Fragen aus der Bevölkerung ist ab sofort eine Hotline in Betrieb, die über die Nummer 031 380 18 80 erreichbar ist. Die Kantonspolizei Bern unterstützt die Gemeinde Muri bei Bern und die Heilsarmee Flüchtlingshilfe bei der Gewährleistung der Sicherheit rund um die Anlage.