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Alle wollen Schweizer Konten: Weshalb sind unsere Banken so beliebt?

Die Schweiz galt lange Zeit als Bankenoase. Mit dem strengsten Bankgeheimnis der Welt hat die Schweiz es geschafft, Mythen rund um die Geschäfte vieler Reicher und Superreicher zu kreieren. So hatten sich Schweizer Banken dazu verpflichtet, keinerlei Kundendaten an Dritte weiterzugeben. Dies haben aber auch viele Menschen rund um den Globus ausgenutzt, um Geld vor dem Fiskus zu verstecken.

Doch natürlich hat nicht jeder, der ein Bankkonto im schönen Alpenstaat eröffnet auch gleich unlautere Absichten. Viele Kunden währten ihr Geld in der Schweiz schlichtweg besser geschützt und wollten zudem von höheren Zinsen profitieren.

Das strenge Bankgeheimnis in der Schweiz ist Geschichte

Dieses strenge Bankgeheimnis wurde allerdings vor einigen Jahren gelockert. 2016 ist die Schweiz dem “Abkommen zum Automatischen Informationsaustausch” beigetreten und kann somit seitdem Steuerdaten nicht mehr für sich behalten.

Es besteht nun eine Pflicht, diese Daten (auch Schließfach-Daten zählen dazu) an das Herkunftsland des Kontoinhabers weiterzugeben. Dadurch sind Steuerflucht und betrügerische Aktivitäten für die Kunden deutlich schwieriger geworden. Das Schaffen von mehr Transparenz war genau das Ziel, das mit der neuen Regelung auch erreicht wurde.

Die Schweiz steht für Sicherheit auf allen Ebenen

Sicherheit ist hierzulande ein wichtiges Prädikat, das nicht nur bei den Bankkonten relevant ist. Die Schweizer Währung steht ebenfalls für Sicherheit und Stabilität und könnte in Krisenzeiten Zuflucht bieten, um das eigene Geld in Sicherheit zu bringen.

Auch Cyber-Sicherheit wird großgeschrieben. So wird beispielsweise in den Schweizer Online Casinos mit höchsten Sicherheitsstandards gearbeitet und bei einem Online Bonus im Schweizer Casino müssen sich Spieler keine Sorgen machen, ob dieser wirklich ausbezahlt wird.

Die Kriminalitätsrate ist insgesamt eine der niedrigsten unter allen Industrienationen, weshalb die Schweiz als absolut sicheres Land gilt. Nur das extrem strenge Bankgeheimnis existiert in der alten Form nicht mehr, weshalb die Gründe, als Ausländer ein Schweizer Bankkonto zu eröffnen, in manchen Fällen nicht mehr die gleichen sind, wie damals.

Das spricht für ein Schweizer Bankkonto

Trotz des aufgeweichten Bankgeheimnisses gibt es immer noch genügend Gründe für eine Kontoeröffnung:

Wer in der Grenzregion der Schweiz wohnt, sei es in Deutschland, in Österreich oder in Italien, der kann über ein Schweizer Bankkonto nachdenken. Schließlich kann es für grenzüberschreitende Einkäufe etc. praktisch sein, direkt mit der Landeswährung zu bezahlen, ohne Wechselkursverluste für die Umrechnung von Franken zu Euro in Kauf nehmen zu müssen.

  • Ein Schweizer Bankkonto lässt sich ohne Schufa-Prüfung einrichten. Die Bonität des Kunden ist für eine Kontoeröffnung irrelevant. Zwar sind mittlerweile alle Banken verpflichtet, Kunden zumindest ein Basiskonto zu ermöglichen, dennoch ist die Eröffnung in der Schweiz besonders unkompliziert.

  • Menschen, die eine Pfändung zu befürchten haben, halten ebenfalls häufig Ausschau nach Schweizer Bankkonten. Gläubiger können auf Konten im Ausland nämlich nicht zugreifen. Allerdings bewegen sich Kunden hier in einer rechtlichen Grauzone und sollten sich mit den Konsequenzen dieses Schrittes gründlich auseinandersetzen, bevor sie ihn gehen.

  • Die Schweizer Banken haben sich zwar dazu verpflichtet, Steuerinformationen mit anderen Staaten zu teilen, sie leisten allerdings keine Vollstreckungshilfe. Das heißt, falls zum Beispiel der deutsche Staat Steuern von einem Schweizer Bankkonto eintreiben will, obliegt es nicht der Schweiz, dies voranzutreiben. Einen Notgroschen in der Schweiz zu parken kann daher helfen, falls sich eine Auseinandersetzung mit dem Finanzamt anbahnt.

  • Bei Krisen im Euro-Raum tendiert der Schweizer Franken dazu, stärker zu werden. Somit kann ein Schweizer Konto eine kleine Sicherheit für europäische Krisenzeiten sein.

Wie gut ist ein Schweizer Sparkonto?
Wie gut ist ein Schweizer Sparkonto? (Bildquelle: infoticker.ch)

Das spricht gegen ein Schweizer Bankkonto

  • Wer Geld vor dem Finanzamt verstecken möchte, der erfährt von einem Schweizer Bankkonto keine Vorteile mehr, da die Steuerdaten an das Heimatland weitergegeben werden.

  • Auch die Zinsen haben in der Schweiz deutlich nachgelassen und die Eröffnung eines Kontos ist bei weitem nicht mehr so attraktiv wie noch vor einigen Jahren.

  • Einige Schweizer Bankkonten können nur mit einer Mindestgeldeinlage geführt werden. Hier ist es entscheidend sich im Vorfeld zu informieren, welche Banken für das eigene Vorhaben überhaupt geeignet sind und falls Mindestgeldeinlagen gefordert sind, wie hoch diese ausfallen müssen.

Grundsätzlich ist die Eröffnung eines Schweizer Bankkontos in erster Linie ein bürokratischer Akt, der jedem offensteht. Dennoch lohnt es sich bei allen Vorteilen gründlich abzuwägen, ob sich dieser Aufwand lohnt.