Der erste Meilenstein beim Bau des Bypass Thun Nord ist erreicht: Die neue Verbindungsstrasse zwischen der Stockhornstrasse in Steffisburg und dem Autobahnzubringer ist betriebsbereit. Regierungspräsidentin Barbara Egger-Jenzer stellte mit Genugtuung fest, dass die Bauarbeiten auf Kurs sind: "Die Qualität stimmt, das Team hält den Terminplan ein und hat die Kosten im Griff." Auch die Auswirkungen auf den Verkehr seien bis anhin moderat gewesen, nicht zuletzt dank einer engen Verkehrsüberwachung und dem raschen, aber nicht oft nötigen Eingreifen des Verkehrsdienstes.
Nun steht eine anspruchsvolle Bauphase bevor: Der Bau des Bypass – namentlich die Verknüpfung der Bernstrasse und des Autobahnzubingers mittels Kreisel und Rampen - erfordert in den kommenden rund zwei Jahren massive bauliche Eingriffe am Zubringer und an der Bernstrasse. Um den nötigen Platz für die Bauarbeiten zu schaffen, muss die Bernstrasse zwischen der Ausfahrtsrampe und dem Stuckikreisel von einem Teil des Verkehrs entlastet werden. Die neue Verbindungsstrasse mit einem provisorischer Kreisel beim "Ohr" des Autobahnzubringers dient als Umleitungsroute. Die entsprechenden Signalisations- und Markierungsarbeiten sind im Gange.
Ab Dienstag, 12. Mai 2015 gilt mit der "Verkehrsphase 2" folgende Verkehrsführung:
- Der Autoverkehr wird die Bernstrasse zwischen der Rampe Thun und dem Stuckikreisel nur stadteinwärts befahren können.
- Auf der zweiten Fahrspur (Seite Glockenthal) verkehren die Busse mit Hilfe einer Ampel im Pendelverkehr. Die dritte Fahrspur wird durch die Bauarbeiten belegt.
- Der Autoverkehr stadtauswärts wird ab Stuckikreisel über den neuen Kreisel Stockhornstrasse und die neue Verbindungsstrasse zum Autobahnzubringer respektive zur Bernstrasse umgeleitet.
- Der Abschnitt des Zubringers unter der Bernstrasse wird nur einspurig in Richtung Autobahn befahrbar sein. Der Verkehr von der A6 in Richtung Heimberg wird statt über das "Ohr" über die Ausfahrtsrampe zur Bernstrasse geführt. Das Linksabbiegen wird mit einer Lichtsignalanlage ermöglicht.
- Eine weitere Lichtsignalanlage regelt den Pendelverkehr der Busse auf der Busspur und stoppt den Verkehr auf der Bernstrasse wenn ein Bus stadteinwärts auf die Busspur quert.
Für die Fussgänger ändert sich nichts. Sie können auf beiden Seiten der Bernstrasse entlang gehen. Die STI-Haltestelle Schulhaus Bernstrasse muss um rund 200 m verschoben werden. Sie ist jedoch jederzeit benutzbar. Die Velofahrer können zwar in beiden Richtungen auf oder der Bernstrasse entlang fahren, empfohlen wird jedoch weiterhin die Benutzung des Velowegs.
Die Verkehrsumstellung ist für Autofahrer anspruchsvoll. Insbesondere beim Stuckikreisel ist mit Anfangsschwierigkeiten zu rechnen, da die Spur stadtauswärts wegen der Busse nicht einfach gesperrt werden kann. Wer die Umleitung nicht beachtet und wie gewohnt in die Bernstrasse einfahren will, wird vom Verkehrsdienst angehalten und behindert den Verkehr.
Auf der Bernstrasse und auf der Auffahrtsrampe des Zubringers muss nun mit deutlich längeren Wartezeiten gerechnet werden. Deshalb gilt: Unbedingt die neue Verkehrsführung beachten, aufmerksam fahren und geduldig sein sowie wenn möglich die Verkehrsspitzenstunde am Abend meiden!