Der Sommer 2015 hat bislang 40 tödliche Badeunfälle gefordert. Dies sind schon jetzt mehr als im Vorjahr. Damals waren es "nur" 27.
Der Grund für die Mehrzahl an Unglücken ist das schöne Wetter, das mehr Leute ins Wasser lockt. Wie sehr das Wetter die Ertrinkungsstatistik beeinflusst, zeigt der Hitzesommer 2003. In besagtem Jahr kamen 89 Personen ums Leben. So viele wie seit 1979 nicht mehr.
1932 noch 271 Tote
Das traurige Rekordjahr ereignete sich 1932. Damals ertranken 271 Menschen bei Badeunfällen. Als Folge dessen wollte der Bundesrat gar das Baden verbieten. Soweit kam es dann jedoch nicht, weil sich im Jahr darauf die Schweizerische Lebensrettungs-Gesellschaft (SLRG) gründete, um das drohende Schwimmverbot zu verhindern.
Insgesamt sind seit 1931 10'814 Personen in Schweizer Gewässern ums Leben gekommen. Weiter reicht die Statistik nicht zurück.
Die sechs Baderegeln der SLRG:
- Kinder nur begleitet ans Wasser lassen, und kleine Kinder in Griffnähe beaufsichtigen, denn sie brauchen den Schutz und die Aufmerksamkeit der Erwachsenen.
- Nie alkoholisiert oder unter Drogen ins Wasser gehen, weil das zur Desorientierung führen kann. Nie mit vollem oder ganz leerem Magen schwimmen.
- Nie überhitzt ins Wasser springen. Der Körper braucht Anpassungszeit. Es geht um den Unterschied zwischen Luft- und Wassertemperatur, um keinen Kälteschock zu erleiden.
- Nicht in trübe oder unbekannte Gewässer springen. Unbekanntes kann Gefahren bergen. Zum Beispiel ist ein See trüb, und ein Fels liegt nah unter der Wasseroberfläche. Oder nach einem Gewitter treibt Holz in einem Fluss, man springt ins Wasser, landet auf einem Baumstamm und verletzt sich.
- Luftmatratzen und Schwimmhilfen gehören nicht ins tiefe Wasser, weil sie keine Sicherheit bieten. Wir empfehlen, eine Schwimmweste zu tragen, wenn man im Fluss schwimmt.
- Lange Strecken nie alleine schwimmen. Denn auch der besttrainierte Körper kann eine Schwäche erleiden.