Seit mehreren Jahren werden sporadisch Fischotter in der Aarelandschaft zwischen Bern und Thun beobachtet. Bei den Tieren handelt es sich möglicherweise um Nachkommen eines bei einem Hochwasser 2005 im Tierpark Dählhölzli entwichenen Fischotterpaares. Im Rahmen des Bibermonitorings wurde in den letzten Monaten regelmässig ein Fischotterweibchen mit zwei Jungtieren bei einer Fotofalle erfasst.
Das 2005 entwichene Fischotterpaar ist heute aber nachweislich nicht mehr in der freien Natur. Deshalb wird die genaue Herkunft der Fischotterfamilie nun mit einer genetischen Untersuchung abgeklärt. Die kantonalen Behörden werden die Fischotter weiter laufend beobachten.
Zudem werden die Betreiber der direkt betroffenen Fischzuchtanlagen auf mögliche Schutz-massnahmen hingewiesen. Fischotter ernähren sich von Fischen, Amphibien, Vögeln und anderen Kleintieren. Fischzuchtanlagen sind potenzielle Nahrungsquellen und müssen deshalb geschützt werden.
Im angrenzenden Ausland daheim
Fischotter leben im angrenzenden Ausland an der Rhone und im Elsass in Frankreich und in Österreich. Diese Bestände breiten sich seit Jahren aus. Die Rückkehr des Fischotters in die Schweiz zeichnet sich somit ab. In der Schweiz wurden Fischotter im Kanton Graubünden, Genf und im Tessin nachgewiesen. Nicht in allen Fällen ist klar, ob es sich dabei um eingewanderte oder entwichene Tiere handelt.
Der Fischotter ist durch das eidgenössische Jagdgesetz als einheimische Tierart geschützt und nicht jagdbar. In der Schweiz wurde er 1952 unter Schutz gestellt.
Fischotternachwuchs in der Region Bern
In den letzten Monaten wurde in der Aarelandschaft zwischen Bern und Thun mehrmals eine Fischotterfamilie beobachtet. Dabei handelt es sich um ein Weibchen mit zwei Jungen. Die zuständigen Behörden von Bund und Kanton haben heute die Fakten zusammengetragen und über das weitere Vorgehen...