Freiwillige suchen Leben im All

(Bildquelle: infoticker)

Beweise für ausserirdisches Leben sind in den nächsten 20 Jahren möglich, erklärten vor kurzem amerikanische Wissenschaftler vor dem US-Kongress. Massgeblichen Anteil daran haben mehr als 1,5 Millionen Freiwillige, die Computer zur Auswertung von Funksignalen aus dem All zur Verfügung stellen....

Beweise für ausserirdisches Leben sind in den nächsten 20 Jahren möglich, erklärten vor kurzem amerikanische Wissenschaftler vor dem US-Kongress. Massgeblichen Anteil daran haben mehr als 1,5 Millionen Freiwillige, die Computer zur Auswertung von Funksignalen aus dem All zur Verfügung stellen. Allein in Deutschland, Österreich und der Schweiz beteiligen sich zurzeit mehr als 160'000 Personen an der Suche, teilt "VoluNation", das Expertenportal für weltweite Freiwilligenarbeit, mit.

Forscher der Universität Berkeley lassen gewaltige Datenmengen aus dem Weltraum auswerten. Da kein Computer der Erde hierfür gross genug ist, wurde eine spezielle Software entwickelt, die jeder auf seinem Rechner installieren kann. Sie sorgt dafür, dass Funksignale aus dem All immer dann ausgewertet werden, wenn der Rechner gerade nicht genutzt wird. Über 3,5 Millionen Computer wurden bisher von den Freiwilligen bereitgestellt. Einen Beweis für die Existenz ausserirdischen Lebens gibt es bislang noch nicht. Die Wissenschaftler haben aber bestimmte Regionen im All entdeckt, die jetzt gezielt untersucht werden.

Viele Freiwillige stellen nicht nur ihre Rechner zur Verfügung, sondern äussern sich auch zu aktuellen Themen der Ausserirdischen-Suche. Anfang Februar 2015 lehnten sie in einer Mitteilung Pläne von Forschern ab, Funksignale von der Erde in den Weltraum zu senden. Sie befürchten, dass die Signale von feindlichen Intelligenzen empfangen werden und fordern eine weltweit geführte Debatte, bevor auch nur ein Signal versendet wird.