Luzern

Gesundheitsbehörden warnen vor erhöhter Feinstaubbelastung

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(Symbolbild) (Bildquelle: freepik)

In der Zentralschweiz sind die Feinstaubwerte derzeit erhöht. Ursache ist Saharastaub, der durch trockene Wetterbedingungen länger in der Luft bleibt. Besonders Asthmatiker und Pollenallergiker können dadurch verstärkt Beschwerden verspüren.

Seit gestern Nachmittag ist die Feinstaub-Belastung stetig angestiegen. Luftmessungen in der Zentralschweiz zeigen momentan eine Belastung, die den gesetzlichen Tagesmittelgrenzwert von 50 Mikrogramm pro Kubikmeter überschreitet.

Dieser Grenzwert darf maximal dreimal pro Jahr überschritten werden. Grund für die erhöhten Werte ist das aktuelle Saharastaub-Ereignis bei gleichzeitig trockenem Wetter. Saharastaub ist die grösste Quelle von Mineralstaub weltweit und gelangt regelmässig über Höhenströmungen aus der Wüste Sahara in die Schweiz. Aufgrund des trockenen Wetters verbleibt der Staub länger in der Luft.

Quellen von Feinstaub

Feinstaub ist ein Gemisch aus kleinsten Staubteilchen. Staub aus der Sahara zählt zusammen mit Pollen sowie Staub aus Vulkanausbrüchen zu den natürlichen Quellen von Feinstaub. Hauptsächlich wird Feinstaub in der Luft jedoch vom Menschen verursacht, durch Abgase und Abrieb im Strassenverkehr, im Luftverkehr und in der Industrie.

Durch Abgasfilter in der Automobilindustrie konnte die Feinstaub-Belastung im letzten Jahrzehnt reduziert werden. Vielerorts liegen die Werte aber noch immer nahe den Grenzwerten.

Harmloser als Feinstaub aus Abgasen

Saharastaub ist weniger gefährlich als Feinstaub aus dem Strassenverkehr oder aus der Industrie, weil die Partikel grobkörniger sind und somit von der Lunge eher aus der Atemluft gefiltert werden können. Besonders Menschen mit Asthma und Menschen mit Pollenallergie können aber bestehende Symptome verstärkt spüren.

Bei Beschwerden empfiehlt sich, auf Aktivitäten im Freien zu verzichten und Fenster geschlossen zu halten. Für gesunde Menschen sind (sportliche) Aktivitäten im Freien weiterhin unbedenklich.

Weitere Folgen von Saharastaub

Am häufigsten treten Saharastaub-Ereignisse in der Schweiz im Frühling und im Herbst auf. Das Wetterphänomen ist jeweils zu erkennen am gelb-rötlich verfärbten Himmel, an dichteren Wolken und an Ablagerungen auf Autos und Fenstern. Ablagerungen auf Solarpanels sowie die verringerte Sonneneinstrahlung können zu einer Reduktion der Solarstromproduktion führen.

Eine hohe Mineralstaub-Belastung kann zudem Triebwerke beeinträchtigen und die Flugsicherheit gefährden. Der Einfluss auf Pflanzen ist hingegen positiv, weil die im Staub enthaltenen Mineralien als Dünger fungieren und wichtige Nährstoffe liefern.

Quelle der Nachricht: Zentralschweizer Regierungskonferenz