Kadetten verlieren auswärts

(Bildquelle: infoticker)

Die Kadetten müssen ihre Träume vom Champions-League Achtelfinal wohl begraben. Die Schaffhauser verlieren auswärts gegen Motor Saporoschje klar mit 31:23 (13:9).

Dabei startete das Team von Trainer Markus Baur gut in die Partie, mehr als zwanzig Minuten lang konnten die Schaffhauser mit den Ukrainischen Gastgebern mithalten, ja sogar das Spiel anführen. Dies unter anderem dank einer Vielzahl Paraden des hervorragenden Nikola Marinovic. Die Orangen konnten das Niveau aber leider nicht bis zur Halbzeitspause halten, offensiv fand man keinen Weg mehr durch die nun besser agierende Saporoschje-Verteidigung. Mit dem Pausenpfiff mussten die Kadetten sogar noch einen direkt verwandelten Freistoss des 2,08m-Hünen Sergii Burka hinnehmen, eine Seltenheit im Handballsport. "Wir machten vor der Pause leider ein-zwei unnötige Fehler", meinte auch Kadetten Manager Gabor Vass.

Die Schaffhauser haderten aber nicht nur mit dem Gegner und sich selbst, sondern auch mit den beiden Zypriotischen Schiedsrichtern, die mehr als nur eine fragwürdige Entscheidung gegen die Schaffhauser fällten. In Durchgang zwei bauten die Ukrainer mit der fleissigen Unterstützung des Publikums und der "Un"-parteiischen ihre Führung weiter aus. Zudem kriegten die Schaffhauser Saporoschje-Spielaufbauer Barys Pukhouski nie so recht in den Griff, zwölf mal war der Weissrusse erfolgreich. Bei den Munotstädtern konnten heute viele Spieler ihre Leistung nicht abrufen, der Löwenanteil an Toren verteilte sich auf gerade einmal drei Spieler. Manuel Liniger(7), Luka Maros und Gabor Csaszar (je 6) erzielten 19 der 23 Tore für die Schaffhauser. Die Vorentscheidung fiel dann, als Spielmacher Csaszar auch noch mit einer lächerlichen roten Karte vom Platz gestellt wurde. "Niemand im Stadion hat gesehen, weshalb Csaszar diesen Platzverweis verdient hätte", so Vass. Am Ende sicher kein unverdienter Sieg für die Heimmannschaft, schade aber, dass die Schaffhauser nicht ihr gesamtes Potenzial haben abrufen können und das Schiedsrichterduo nicht anders gewählt war.

Rechnerisch sind die Kadetten zwar noch nicht ganz aus dem Rennen um die Achtelfinalsplätze, echte Hoffnungen darf man sich aber keine mehr machen.

Motor Saporoschje - Kadetten Schaffhausen 31:23 (13:9)
Kadetten: Marinovic(17P), Portner(2P); Meister, Liniger(7), Küttel(2), Richwien, Graubner, Brännberger(1), Stojanovic, Csaszar(6), Maros(6), Markovic, Muggli(1), Tominec