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Kleintierhalter Europas wehren sich gegen die Ausbreitung des Wolfes

Symbolbild
Symbolbild (Bildquelle: pixabay)

Die Regierungen der Länder Europas können die Augen vor den wachsenden Sorgen der Bergbevölkerung nicht mehr verschliessen. Europaweit machen die Betroffenen gegen die verfehlte Grossraubtierpolitik mobil. Mahnfeuer senden dem Europarat ein Zeichen, endlich die notwendigen Schritte zur Regulierung der Wolfsbestände in Europa zu unternehmen.

Die unkontrollierte Ausbreitung von Grossraubtieren in Europa trifft vor allem die ländlichen Gebiete und die Bergregionen. In Frankreich rief die Regierung zu Notmassnahmen auf, um der Wolfsplage Herr zu werden. Allein im laufenden Jahr 2019 vervielfachte sich die Anzahl Wolfsrudel der Schweiz von drei auf acht. In den östlichen Bundesländer Deutschlands sind die traditionellen Wanderherden durch den Wolf bedroht.

Es braucht eine koordinierte und griffige Grossraubtierpolitik, sowohl in Europa als auch in der Schweiz. Ein erster Schritt ist getan. Die Revision des Jagdgesetzes eröffnet der Schweiz die grosse Chance, selbstbestimmend den Umgang mit den Grossraubtieren zu regeln und unzumutbare Zustände wie im umliegenden Europa zu verhindern.

Der Antrag zur Herabstufung des Schutzstatus des Wolfes muss vom Bundesrat erneut und mit Nachdruck im Europarat eingereicht werden. Der Verein warnt vor einer Verschleppung der dringend nötigen Anpassungen der Berner Konvention zum Schutz von wildlebenden Tieren. Die Kündigung der Berner Konvention erachtet der Verein weiterhin als der beste und erfolgversprechendste Weg. Den entsprechenden Auftrag erhielt der Bundesrat 2010 mit der überwiesenen Motion Fournier "Revision von Artikel 22 der Berner Konvention".

Es brennt!

Am 13. September 2019 werden schweiz- und europaweit Mahnfeuer entfacht. Damit rufen die betroffenen Tierhalter und die gesamte Landbevölkerung dazu auf, gemeinsam ein deutliches Zeichen gegen die unkontrollierte Ausbreitung der Wölfe zu setzen.

Die kantonalen Sektionen laden alle ein - Menschen vom Lande, aus der Stadt, Tierhalter, Politiker, Informationssuchende im Lichtschein des Mahnfeuers mehr über die Folgen der unkontrollierten Ausbreitung der Grossraubtiere zu erfahren und über Lösungen zu diskutieren.

Alle Interessierten sind zu folgenden Mahnfeuern in der Schweiz eingeladen: Freitag 13. September 2019

(Bildquelle: Verein Lebensraum Schweiz ohne Grossraubtiere)

Mahnfeuer in Europa

https://www.google.com/maps/d/viewer?mid=1sF65gyrUD7I3bAx1IEmhjLez32ow3kpJ&ll=53.98884530752874%2C12.184190400000034&z=4