Alle News zum Coronavirus

Reich werden mit Bitcoin?

(Bildquelle: Pixabay)

Genügt es, sofern man reich werden will, in zwei, drei oder vier Kryptowährungen zu investieren? Mit etwas Glück genügt am Ende sogar nur eine Kryptowährung - und zwar der Bitcoin. Wer etwa in den Jahren 2012, 2013 oder 2014 investiert und Ende 2017, als der Bitcoin an der 20.000 US Dollar-Marke kratzte, dann seinen Bestand verkauft hat, durfte sich tatsächlich über einen wirklich hohen Gewinn freuen. Ob es demnächst zu einer Wiederholung des legendären Jahres 2017 kommen wird?

Folgt man den aktuellen Prognosen, so ist ein weiterer Höhenflug, der den Bitcoin sogar über 20'000 US Dollar bringen kann, sehr wohl in naher Zukunft möglich. John McAfee, der Mann hinter dem gleichnamigen Anti-Viren-Programm, ist sogar der Meinung, der Bitcoin wird gegen Ende 2020 sogar bei über 2 Millionen US Dollar liegen.

95 Prozent der britischen Investoren haben einen Verlust verbucht

Eine im Jahr 2018 durchgeführte Studie der IW Capital hat aber gezeigt, dass die Mehrheit der Krypto-Investoren am Ende enttäuscht auf ihr Kapital geblickt hat und feststellen musste, dass es am Ende doch nicht so gekommen ist, wie man sich das erwartet hat. Rund 2'000 Investoren, die aus Grossbritannien stammten, wurden gefragt, wie sich das Investment in den Kryptomarkt entwickelt hat. 5 Prozent haben angegeben, tatsächlich mit dem Bitcoin (oder einer anderen digitalen Währung) Geld verdient zu haben - die restlichen 95 Prozent haben entweder ihren Einsatz zurückbekommen oder tatsächlich Geld verloren.

Warum es dann doch nicht so gelaufen ist, wie man sich das erhofft hat? Einerseits lag es am immer schwächer werdenden Kryptomarkt 2018, andererseits aber auch an den Investoren selbst. Schlussendlich haben 38 Prozent angegeben, gar nicht so genau gewusst zu haben, was Kryptowährungen überhaupt sind - 41 Prozent gaben an, es handle sich bei der Blockchain um eine „altmodische Toilettenspülung“. Dass die Dunkelziffer derjenigen höher ist, die keinen Plan vom Kryptomarkt gehabt haben, mag an dieser Stelle auch kein Geheimnis sein.

Kurseinbrüche können nie ausgeschlossen werden

Natürlich ist das Investment in den Kryptomarkt nicht ungefährlich. Schlussendlich gibt es ein hohes Verlustrisiko, wenn sich der Markt eben nicht wie gewünscht entwickelt. Investiert man etwa über Bitcoin Profit in den Bitcoin, so geht es hier rein nur um die Kursentwicklung. Man kauft keine physischen Coins, sondern spekuliert nur mit der Entwicklung des Preises.

Investiert man direkt in die Mutter aller Kryptowährungen, so geht es in erster Linie um die Wertsteigerung. Hätte man etwa Ende 2017 in den Bitcoin investiert, also rund 20'000 US Dollar für einen Coin bezahlt, so wäre der Verlust Ende 2018 bei um die 16'000 US Dollar gelegen. Das heisst, man sollte nur Geld in den Markt pumpen, das zur freien Verfügung steht. Abstürze, wie etwa zuletzt im Jahr 2018, sind nämlich immer möglich.

Welche Rolle wird Facebooks Kryptowährung Libra spielen?

Entwickelt sich der Markt wie gewünscht, also folgt eine Wiederholung des sogenannten Kryptojahres 2017, so sind natürlich hohe Gewinne möglich - bei entsprechendem Einsatz kann man am Ende der Rally sogar Millionär sein. Dass die Hürden heutzutage, da der Bitcoin einen wesentlich höheren Preis als noch zu Beginn der Jahre 2017 oder 2016 hat, wesentlich schwerer zu überspringen sind, mag an dieser Stelle aber kein Geheimnis sein.

(Bildquelle: Pixabay)

Die Prognosen sind vielversprechend, jedoch bleibt abzuwarten, ob und welche Auswirkungen das Libra-Projekt, das von Facebook ins Leben gerufen wurde, haben wird. Fungiert Libra, wie etwa zu Beginn des Jahres 2019, als Motor für den Markt oder handelt es sich hier um eine Konkurrenz, die dem Bitcoin sogar Schaden zufügen könnte?

Noch ist unklar, ob Libra überhaupt 2020 am Markt eingeführt werden wird. Auch wenn sich Facebook (noch) kämpferisch wie siegessicher zeigt, so bleibt abzuwarten, wie man den Wegfall einiger Gründungsmitglieder - dazu gehören unter anderem eBay, PayPal, MasterCard oder auch VISA - verkraften wird.

Wer also in den Kryptomarkt investiert, sein Geld beispielsweise in den Bitcoin steckt, der kann ausserordentlich hohe Gewinne einfahren, muss sich aber bewusst sein, dass es auch immer in die andere Richtung gehen kann.