Die grossen Neuschneemengen Ende 2014 verbunden mit einer plötzlichen Erwärmung und Regenfällen verursachten in der steilen Waldpartie entlang der Kantonsstrasse Trogen – Wald am 10. Januar dieses Jahres einen grösseren Erdrutsch. Die Kantonsstrasse musste für die Räumungsarbeiten von rund 900 m3 Rutschmasse während fünf Tagen gesperrt werden.
Die Rutschoberfläche wurde entwässert und als Starthilfe zur Entwicklung einer stabilisierenden Vegetation mit Nasssaat begrünt. Zur Sicherung der Strasse und Stabilisierung des Rutschabschnittes wurde eine verdübelte Betonkonstruktion in der Mitte des Hanges erforderlich. Auf der Rutschfläche wird es einige Zeit dauern, bis sich eine Vegetation und ein Niederwald entwickeln können. Ziel ist, wieder einen standortgerechten Waldbestand aufzubauen. Dazu erfolgte im August die Einsaat direkt auf das Moränenmaterial, kombiniert mit Weidenbuschlagen und Weidenstecklingen.
Unterstützung der Hangentwässerung
Dieser Grünverbau unterstützt die Hangentwässerung, reichert mit dem Laub den Rohboden mit Humus an, vermindert das Abgleiten der Schneedecke und erleichtert so den Aufwuchs von Waldbäumen. Bis auf der Hangrutschfläche wieder ein funktionstüchtiger Schutzwald steht, wird es jedoch Jahrzehnte dauern. Aus diesem Grunde wurden am Strassenrand eine zusätzliche Schutzwand für den Steinschlag und abrutschenden Schnee erstellt.
Die Gesamtkosten belaufen sich auf rund 560'000 Franken. Ein Bundesbeitrag von 35 Prozent für den Wiederaufbau des Schutzwaldes wurde in Aussicht gestellt.
Rutschung Bleiche in Trogen ist saniert
Am 10. Januar rutschten grosse Partien des Steilhanges zum Bruderbachtobel zwischen der unteren Bruderbachbrücke und der Bleiche in Trogen ab. Die Kantonsstrasse Trogen - Wald wurde verschüttet und musste während fünf Tagen gesperrt werden. Jetzt sind die Sanierungsarbeiten im Hang abgeschlossen....