Sauber vor dem Saisonfinale in der Wüste

(Bildquelle: infoticker)

Der Grosse Preis von Abu Dhabi ist das letzte Rennen zur FIA Formel-1-Weltmeisterschaft 2015.

Das Saisonfinale findet auf dem Yas Marina Circuit statt, dessen Strecke - eingebettet im Wüstensand - spektakulär ist und dessen Umfeld eindrucksvoll wirkt. Vor allem mit dem auffallenden Hotel-Komplex an und über der Strecke. Nach den Rennen in Bahrain und Singapur findet in Abu Dhabi der dritte Grand Prix dieser Saison unter Flutlicht statt - der Start in der Dämmerung, der Zieleinlauf in der Nacht.

Marcus Ericsson: (Startnummer 9)
"Abu Dhabi, das letzte Rennen in dieser Saison - unglaublich, wie schnell die Zeit vergangen ist. Es freut mich sehr, wieder nach Abu Dhabi zu kommen - zu einem hoffentlich genauso erfreulichen Rennwochenende. Dieser Grand Prix im Mittleren Osten ist stets eine faszinierende Veranstaltung, die eine Menge Fans aus vielen Ländern anzieht. Es ist ein Rennen in der Wüste mit Start bei Sonnenuntergang. Die Strecke selbst bietet beste Voraussetzungen und zählt mit ihren weitläufigen Ausweichmöglichkeiten zu den modernsten Kursen. Weil sie mehrere Geraden hat, spielt die Motorleistung eine entscheidende Rolle. Anderseits muss man auch mit Spitzkehren und langsamen Kurven zurechtkommen. Ich kenne den Kurs seit meiner Zeit in der GP2-Serie. Ich fuhr hier auch meinen ersten Test für das Sauber F1 Team im November letzten Jahres. Selbstverständlich geben wir wieder alles, um Punkte zu holen - es wäre ein schöner Abschluss."

Felipe Nasr: (Startnummer 12)
"Mit dem Grand Prix in Abu Dhabi folgt das nächste Topereignis. Ich freue mich, auf dieser Strecke erstmals mit unserem Auto fahren zu können. Bisher bin ich dort als GP2-Fahrer und bei einem F1-Test für Williams gefahren. Zu erwähnen ist auch, dass ich wegen der libanesischen Wurzeln meiner Familie in den Vereinigten Arabischen Emiraten wie im gesamten Mittleren Osten stets besonders herzlich empfangen werde und auch grosse Unterstützung bekomme. Sie geben mir das Gefühl, auch dort zu Hause zu sein – ich mag die Leute, ihre Traditionen, ihre Kulturen und natürlich auch das Essen. Auf der Strecke wird es auch dieses Mal wichtig sein, beim Freitagtraining das Hauptaugenmerk auf die Fahrzeugeinstellung zu legen, um die passende Abstimmung zu finden. Dieser Wüstenkurs ist sehr spektakulär, seine Umgebung einmalig. Alles in allem eine spezielle Atmosphäre mit dem Start des Rennens am späten Nachmittag, was dem Ganzen etwas Singapur-Flair verleiht. Wir werden jedenfalls auch hier um ein gutes Resultat kämpfen."

Giampaolo Dall'Ara, Leitender Ingenieur an der Rennstrecke:
"Nachdem wir mit leeren Händen aus Südamerika zurückgekehrt sind, will das ganze Team in Abu Dhabi umso härter dafür kämpfen, damit wir diese lange Saison mit einem Erfolg abschliessen können. Mit dem Start bei Sonnenuntergang beginnt dieses Rennen von den äusseren Bedingungen her mit umgekehrten Vorzeichen. Zuerst hohe, dann niedrige Temperaturen - darauf müssen sich Fahrer und Ingenieure einstellen und dies vor allem bei jenen Trainings berücksichtigen, die am frühen Nachmittag, also bei hohen Temperaturen stattfinden. Wir werden uns auf die Bremsleistung und die Optimierung der Traktion fokussieren. Für den letzten Sektor müssen wir das Auto so einstellen, dass präzise Richtungswechsel damit möglich sind. Gleichzeitig muss es auf den Geraden auf schnell getrimmt sein. Dabei gilt es auch den Kompromiss zwischen Reifen-Performance und einer geringen Abnutzung zu finden – weil sich Pirelli, wie letztes Jahr, für weiche und superweiche Reifen entschied, stellt das fürs Rennen eine Herausforderung dar."