SBB schreibt Auftrag für kleine Uhrenanlagen aus

(Bildquelle: infoticker)

Die SBB schreibt die Beschaffung eines Teils ihrer Bahnhofsuhren aus. Der Auftrag umfasst 200 Uhren, die an kleineren Bahnhöfen installiert sind und in den nächsten Jahren ersetzt werden.

Die SBB schreibt am 19. Mai 2015 die "kleinen Uhrenanlagen" nach den Vorgaben des öffentlichen Beschaffungswesens BöB/VöB aus. Die Vergabe erfolgt Ende Oktober 2015. Kleine Uhrenanlagen sind ein Uhrenverbund aus Zeitsignalempfänger und maximal drei analogen Bahnhofsuhren. Sie sind schweizweit an 300 kleineren Bahnhöfen installiert. Das vorgesehene Beschaffungsvolumen beträgt rund 3 Millionen Franken, aufgrund von neuen Produkteigenschaften sind Abweichungen möglich.

Die Ausschreibung erfolgt nach den Vorgaben des öffentlichen Beschaffungsrechts BöB/VöB, deren Bestimmungen auch die SBB grundsätzlich unterliegt. Bei der Beschaffung von Gütern, Dienstleistungen und Bauaufträgen, welche bestimmte Schwellenwerte überschreiten, hat sie die Verfahrensgrundsätze von BöB/VöB anzuwenden. Dazu gehören insbesondere die Grundsätze zur Transparenz, zur Förderung des Wettbewerbes, zum wirtschaftlichen Einsatz öffentlicher Mittel und zur Gleichbehandlung aller inländischen und ausländischen Anbieter.

So funktionieren die SBB-Bahnhofsuhren

Insgesamt sind an den Bahnhöfen 5'200 SBB-Bahnhofsuhren installiert, davon sind 10 Prozent kleine Uhrenanlagen. Die Bahnhofsuhren der kleinen Uhrenanlagen werden von Zeitsignalempfängern angesteuert, die das Zeitsignal direkt an die Uhren übertragen - vergleichbar mit einer Funkuhr im Haushalt.

Die SBB-Bahnhofsuhren der grossen Uhrenanlagen hingegen funktionieren über sogenannte Uhrenzentralen, die in einem elektrischen Schaltschrank eingebaut sind. Diese Uhrenzentralen erhalten die genaue Zeit ebenfalls vom Zeitsender in Frankfurt oder über einen GPS-Empfänger. Rein äusserlich unterscheiden sich die Uhren nicht.