Ein sehr unglückliches Rennen für das Sauber F1 Team zum Grossen Preis von Grossbritannien. Marcus Ericsson hatte während seines Rennens eine fehlerfreie Leistung gezeigt, bis zu dem Zeitpunkt, als sich die Wetterbedingungen änderten. Es waren zu viele Boxenstopps, woraufhin der Schwede viel Zeit verlor und letztlich das Rennen auf der elften Position beendete. Der Sauber C34-Ferrari von Felipe Nasr hatte bereits auf dem Weg zur Startaufstellung ein mechanisches Problem. Der Brasilianer konnte aufgrund eines Getriebeschadens nicht an den Start gehen.
Marcus Ericsson (Startnummer 9):
Sauber C34-Ferrari (Chassis 04/Ferrari)
Gestartet auf Medium-Reifen, nach 23 Runden auf harte Reifen gewechselt, nach 37 Runden auf Intermediate-Reifen gewechselt, nach 41 Runden auf Medium-Reifen und nach 42 Runden auf Intermediate-Reifen gewechselt
"Es ist enttäuschend, dass ich nicht punkten konnte, nachdem ich lange auf Platz zehn gefahren bin. In der ersten Hälfte des Rennens war es nicht schlecht gelaufen. Ich startete gut und gewann einige Plätze. Auch hinsichtlich der Rundenzeiten konnte ich mit unseren unmittelbaren Konkurrenten mithalten. Als dann der Regen kam, waren einige Streckenabschnitte nass, andere trocken, das erschwerte die Entscheidungen beim Reifenwechsel. Sowohl für mich wie auch für das Team war es eine schwierige Situation. Leider waren es insgesamt zu viele Boxenstopps. Wir müssen nun analysieren, was wir anders hätten machen müssen."
Felipe Nasr (Startnummer 12):
Sauber C34-Ferrari (Chassis 02/Ferrari)
"Das war ein unglücklicher Tag für mich. Als ich zur Startaufstellung fahren wollte, blockierte plötzlich mein Getriebe im sechsten Gang. Als ich dann zurück an die Boxen kam, stellten wir einen Getriebeschaden fest. Es ist sehr schade. Wenn man sich ansieht, wie viele Konkurrenten bei diesem Rennen ausgefallen sind, hätte das im Rennen auch grosse Chancen eröffnet. Nun müssen wir nach vorne schauen und uns auf das kommende Rennwochenende in Budapest konzentrieren."
Monisha Kaltenborn, Teamchefin:
"Ein sehr unglückliches Rennen, bei dem vieles nicht geklappt hat. Felipe konnte das Rennen wegen eines Getriebeschadens erst gar nicht beginnen. Marcus hat bis zu den wechselnden Wetterbedingungen eine überzeugende Leistung gezeigt. Im Nachhinein betrachtet haben wir bei ihm zu früh auf Intermediate-Reifen gewechselt. Da der vorhergesagte Regen nicht in dem erwarteten Ausmass einsetzte, bauten seine Intermediate-Reifen enorm ab und er verlor dadurch zu viel Zeit. Es schien, als könnten wir diesen Rückstand in einer von uns erwarteten, kurzen, trockenen Periode in zwei, drei Runden wettmachen. Deshalb wechselten wir erneut auf Trockenreifen. Hätten wir noch eine Runde gewartet, hätte sich diese Frage nicht mehr gestellt."
Sehr unglücklicher GP von Grossbritannien für Sauber
Wetter: sonnig/bewölkt und trocken/nass, 21-17°C Luft, 39-24°C Asphalt.