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Suva hat bei Unfällen die Kosten im Griff

(Bildquelle: Suva)

Jede Minute passiert in der Schweiz ein Unfall in der Freizeit. Unfälle verursachen nicht nur viel Leid, sondern auch hohe Kosten. Dank einem aktiven Heilkostenmanagement hat die Suva die Kosten im Griff und schützt ihre Versicherten vor teuren Arztrechnungen. Das wirkt sich wiederum positiv auf die Prämien der Versicherten aus. Letztlich kann jeder einzelne Versicherte durch eine wirkungsvolle Prävention zur Prämiensenkung beitragen.

Die warmen Herbsttage locken Sportfans nach draussen. Beim Joggen zum Beispiel lässt man den Alltag hinter sich und tut etwas für die Gesundheit. Zumindest dann, wenn nichts passiert. Ansonsten kann es richtig teuer werden.

Stolpern ist die häufigste Unfallursache in der Schweiz, zum Beispiel beim Joggen im Wald. Im Schnitt kostet ein Stolperunfall 6'000 Franken. Es kann aber auch teurer kommen. Wenn sich eine Person bei einem Stolperunfall eine Mehrfachfraktur zuzieht, die neben hohen Spital- und Rehabilitationskosten auch Taggeldleistungen und eine Integritätsentschädigung zur Folge hat, können die Gesamtkosten eines Unfalls im Extremfall auf bis zu 120'000 Franken ansteigen.

Aktives Heilkostenmanagement spart jährlich Millionen ein

Bei der Schadenabwicklung hat die Suva die Heilkosten im Griff, ohne dabei die Leistungen einzuschränken. Um den Kostenanstieg zu dämpfen, werden unter anderem konsequente Rechnungskontrollen durchgeführt. 2018 hat die Suva 2,4 Millionen Rechnungen für ärztliche und therapeutische Leistungen (Heilkosten) verarbeitet. Über 290'000 Rechnungen hat sie korrigiert oder abgelehnt, was knapp 12 Prozent aller eingereichten Rechnungen entspricht. Das ist eine leichte Zunahme gegenüber dem Vorjahr. Bei den meisten Rückweisungen handelt es sich um doppelte Rechnungen, falsch verrechnete oder nicht versicherte Leistungen sowie abgeschlossene Fälle.

Bei der Rechnungskontrolle nutzt die Suva die technischen Möglichkeiten der Digitalisierung. Das automatisierte System der Rechnungsprüfung erkennt anhand von selbst erlernten Mustern, wenn eine bestimmte Leistung in der vorliegenden Fallkonstellation sehr selten vorkommt und sortiert diese Rechnung zur detaillierten Prüfung aus. 2018 konnten dadurch über 75 Millionen Franken an Heilkosten eingespart werden, was rund 6,5 Prozent der gesamten Heilkosten entspricht. Dass die Suva bei der Rechnungskontrolle genau hinschaut, lohnt sich für die Versicherten: Sie bezahlen dadurch faire Prämien.

Wirkungsvolle Prävention senkt Prämien

Das fiktive Rechenbeispiel des Joggingunfalls zeigt, dass Unfälle neben viel Leid auch hohe Unfallkosten generieren können. Deshalb setzt die Suva auf Prävention. Ziel ihrer Präventionsaktivitäten ist, Berufs- und Freizeitunfälle zu reduzieren - und damit auch die Unfallkosten zu senken. Prävention fängt bei jedem Einzelnen an. Die Versicherten können selbst dazu beitragen, dass sich ihre Prämie positiv entwickelt. Vor allem mittelgrosse und grosse Betriebe, die bei der Suva dem Prämienmodell "Bonus-Malus-System" zugeordnet sind, können mit Präventionsaktivitäten ihre Prämie beeinflussen.

Weist ein einzelnes Unternehmen weniger Unfallkosten auf als der Durchschnitt seiner Branche, wird es mit einem Bonus - einem Abzug auf der Prämie - belohnt. Im Gegenzug wird ein Zuschlag, ein sogenannter Malus, zur Prämie hinzugerechnet, wenn die Unfallkosten im Unternehmen höher ausfallen als im Durchschnitt der Branche.