Im dritten Quartal 2016 erwirtschaftete Swiss mit einem operativen Ergebnis von 194 Millionen Franken ein Plus von 4,0 Prozent (3. Quartal 2015: CHF 187 Mio.). Über die ersten neun Monate hinweg jedoch ging das operative Ergebnis um 13,2 Prozent zurück auf 348 Mio. Franken (1. – 3. Quartal 2015: CHF 401 Mio.). Der Rückgang begründet sich vor allem damit, dass im Vorjahr neue Gesamtarbeitsverträge in Cockpit und Kabine sowie ein höheres Währungssicherungsergebnis das operative Ergebnis positiv beeinflusst hatten.
Swiss verzeichnete in den ersten neun Monaten 2016 einen Rückgang des Betriebsertrags um 2,6 Prozent auf 3'571 Mio. Franken (1. – 3. Quartal 2015: CHF 3'666 Mio.). Im dritten Quartal sank er um 1,3 Prozent auf 1'293 Mio. Franken (3. Quartal 2015: CHF 1'310 Mio.). Grund für die rückläufige Entwicklung der Erträge ist vor allem die Frankenstärke. Sie eröffnet den Wettbewerbern Preissenkungsmöglichkeiten und verschärft so den Druck auf die Erlöse von Swiss.
Dazu Swiss-CEO Thomas Klühr: "Das Jahr 2016 war und ist für uns ein Jahr der Umsetzung. Mit der Einführung der Boeing 777-300ER auf der Langstrecke, der Inbetriebnahme der ersten Bombardier C Series auf der Kurz- und Mittelstrecke und der Migration auf ein neues zentrales Reservations- und Abfertigungssystem hatten wir uns viel vorgenommen. Ich freue mich, dass wir bereits einen Grossteil dessen erfolgreich bewältigt haben und auf einem sehr guten Kurs sind. Dennoch belastet die Stärke des Schweizer Franken unsere Ertragslage erheblich. Umso erfreulicher ist es, dass die intensivierte Zusammenarbeit innerhalb der Lufthansa Gruppe erste Früchte trägt."
Ausblick
Swiss wird die Modernisierung ihrer Flotte planmässig weiter vorantreiben. Bis Ende 2018 wird Swiss 30 Bombardier C Series für die Kurz- und Mittelstrecke sowie 10 Boeing 777-300ER für die Langstrecke in ihre Flotte integrieren. Damit wird Swiss über eine der jüngsten Flotten in Europa verfügen.
Allein die Einführung der zehn Boeing 777 Flugzeuge ist mit der Schaffung von 400 neuen Stellen beim Kabinenpersonal verbunden.
Darüber hinaus wird Swiss die insgesamt fünf in der Flotte verbleibenden Flugzeuge des Typs Airbus A340-300 mit einem vollständig neuen Kabinenprodukt ausstatten. Gleichzeitig wird Swiss auf dem Airbus A340 ein neues Bordunterhaltungssystem und Internet an Bord einführen. Bis Ende 2018 wird somit die gesamte Swiss Langstreckenflotte in allen drei Reiseklassen über drahtloses Internet verfügen.
Der anhaltend starke Franken und die damit verbundenen Wettbewerbsnachteile werden die Erträge weiterhin belasten. Vor allem aufgrund der Einmaleffekte im Jahr 2015 rechnet Swiss für das Gesamtjahr 2016 mit einem EBIT unter Vorjahresniveau.
Mehr Passagiere in ersten neun Monaten
In den ersten neun Monaten 2016 beförderte Swiss insgesamt 12'495 Millionen Passagiere. Dies entspricht einem Anstieg von 0,2 Prozent gegenüber der Vorjahresperiode. Gleichzeitig stieg die Anzahl der durchgeführten Flüge um 1,0 Prozent auf 111'116 Flüge (2015: 110'027 Flüge). Der Sitzladefaktor (SLF) auf dem gesamten Streckennetz betrug in den ersten neun Monaten 81,3 Prozent. Damit waren die Flugzeuge im Vergleich zur Vorjahresperiode weniger stark ausgelastet (2015: 83,9%).
In den ersten neun Monaten des Jahres 2016 hat Swiss auf dem gesamten Streckennetz 6,2 Prozent mehr Sitzkilometer angeboten (ASK) und konnte die Anzahl der verkauften Sitzkilometer (RPK) um 3,0 Prozent steigern.
Die Frachttonnenkilometer legten in den ersten neun Monaten 2016 um 4,0 Prozent zu, der volumenmässige Frachtladefaktor sank um 1,5 Prozentpunkte auf 73,7 Prozent (2015: 75,2%).
Neue Angebote für Fluggäste
Swiss hat die Umsetzung ihre Strategie "Next Generation Airline of Switzerland" konsequent weitergetrieben. So hat sie sechs Boeing 777-300ER in ihre Flotte integriert sowie weltweit die erste Bombardier C Series erfolgreich in Betrieb genommen. Mit der Boeing 777-300ER bietet Swiss ihren Passagieren erstmals Telefonie und Internet an Bord.
Zudem hat Sswiss die Services für ihre Fluggäste weiter ausgebaut und etwa in der Economy Class auf Langstreckenflügen ab der Schweiz "A la Carte"-Menüs eingeführt. Neben dem bestehenden Speisenangebot an Bord stehen den Gästen neu verschiedene exklusive Menüs zur Auswahl, die sie gegen eine Gebühr vorbestellen können.
Mehr Komfort
Mit der Eröffnung der neuen First Class, Business Class und Senator Lounges am Terminal E des Flughafens Zürich profitieren die Fluggäste auch am Boden von neuen Angeboten, die durch mehr Komfort ihr Reiseerlebnis noch steigern.
Darüber hinaus hat Swiss das neue Reiseportal Swiss Holidays gestartet. Mit dem neuen Portal ermöglicht Swiss ihren Kunden die Buchung von individuell zusammengestellten Ferienpaketen inklusive Flug und Hotel. Das Portal bietet zahlreiche Angebote zu sehr attraktiven Preisen und touristisch interessanten Zielen in der ganzen Welt an.
Um ihrer ausgeprägten Kundenorientierung noch stärker Ausdruck zu verleihen, hat Swiss einen neuen Markenauftritt mit dem Claim "Made of Switzerland" und dem Kreativkonzept "The little big differences" lanciert. Der neue Claim umfasst die wichtigsten Charakteristika, die Swiss als Marke ausmachen: Swissness, Emotionalität und eine starke Kundenorientierung.