Tierschutz-Challenge: Outdoor-Marken im Wettrennen um "sauber" produzierte Daunen
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Jährlich werden mehrere hundert Tonnen Gänse- und Entendaunen in der Outdoor-Industrie verarbeitet. Für die Konsumenten ist kaum erkennbar, ob in Jacke oder Schlafsack Daunen enthalten sind, für deren Produktion die Tiere unter Qualen zwangsgefüttert oder lebendig gerupft wurden. Die von Vier...
Jährlich werden mehrere hundert Tonnen Gänse- und Entendaunen in der Outdoor-Industrie verarbeitet. Für die Konsumenten ist kaum erkennbar, ob in Jacke oder Schlafsack Daunen enthalten sind, für deren Produktion die Tiere unter Qualen zwangsgefüttert oder lebendig gerupft wurden. Die von Vier Pfoten - Stiftung für Tierschutz initiierte "Cruelty Free Down Challenge" auf http://down.four-paws.org/ zeigt dem Konsumenten nun mit einem Blick, welche Marken bereits auf tierleidfreie Daunen Wert legen - und welche davon noch weit entfernt sind.
Top-Outdoormarken wie Fjällräven, Jack Wolfskin, Mammut, Mountain Equipment, The North Face, Patagonia und Vaude befinden sich in einem virtuellen Bergsteiger-Wettrennen um "sauber" produzierte Daunen. Bis zum Gipfel gibt es fünf Tierschutz-Level zu meistern, auf dem ersten Platz befindet sich momentan die Marke Fjällräven.
Vier Pfoten berät Outdoor-Marken
"Daunen bis zu ihrem Ursprung zurückzuverfolgen, ist eine grosse Herausforderung", bestätigt Julie Stillhart, Länderchefin von Vier Pfoten Schweiz. "Selbst, wenn Hersteller betonen, dass ihre Zulieferer die ethisch einwandfreie Herkunft der Daunen bestätigen, kann dies sehr oft nicht zu 100 Prozent garantiert werden. Es handelt sich um ein komplexes System mit verschiedenen Verarbeitungsstufen, oftmals in verschiedenen Ländern, vieles wird dabei noch nicht kontrolliert."
Vier Pfoten berät Outdoor-Marken in Sachen Tierschutz und nimmt in dieser Funktion auch an regelmässigen Branchentreffen zum Thema Tierschutz in der Daunenindustrie teil. Die Stiftung fordert, dass die gesamte Outdoor-Branche an einem Strang zieht und keine Daunen mehr aus Stopfmast oder Lebendrupf verarbeitet. "Unser virtueller Wettbewerb soll die Unternehmen anspornen, am Ball zu bleiben und ihre Tierschutzstandards kontinuierlich zu verbessern", sagt Stillhart.
Die Kriterien des Bergsteiger-Wettbewerbs:
Marken im ersten Level haben grundsätzlich die Rückverfolgbarkeit der Daunen als Unternehmensziel definiert. Marken im zweiten Level kontrollieren bereits Farmen, um sicher zu stellen, dass die Tiere nicht gestopft und/oder gerupft wurden. Die Level drei bis fünf können erreicht werden, wenn die Rückverfolgbarkeit der Daunen durch zusätzliche Sicherheiten weiter verbessert wird, zum Beispiel durch die Vermeidung von paralleler Produktion auf den Farmen bzw. parallele Verarbeitung in den Schlachthäusern. Denn die parallele Produktion bzw.
Daunen-Verarbeitung von gerupften und nicht gerupften Tieren kann zu einer Vermischung der Daunen im fertigen Produkt führen. Weitere Punkte gibt es für unangekündigte Kontrollen auf den Farmen sowie für die Einbeziehung der Elterntiere in das Kontrollsystem - denn diese können sonst bis zu 16 Mal in ihrem Leben gerupft werden.
Über Lebensrupf und Stopfmast
Sowohl der Lebendrupf als auch das Stopfen sind grausame Praktiken, die den Tieren grosse Qualen zufügen. Diese tierquälerischen Methoden sind in vielen europäischen Ländern (inklusive Deutschland, Österreich, den Niederlanden, Grossbritannien und der Schweiz) bereits seit Jahren verboten. In China, Ungarn und Polen (die Top-Produzenten von Gänsen weltweit) wird Lebendrupf noch praktiziert. Jene Länder mit der höchsten Stopfleberproduktion sind Frankreich, Ungarn, Bulgarien, USA, Kanada und China.
Das Stopfen ist eine der grausamsten Methoden, um Foie Gras (französisch für "fette Leber") herzustellen. Gänse und Enten werden zumeist zwei- bis dreimal am Tag zwangsgefüttert. Dabei wird ihnen ein Stopfrohr durch den Rachen gerammt und grosse Mengen Maisbrei über ein Druckluftsystem in den Magen befördert. Mit der Zeit verfettet die Leber, vergrössert sich dabei bis ums Zehnfache zu einem krankhaft veränderten Organ und erreicht ein Gewicht von bis zu einem Kilogramm. Am Ende der Mastzeit ist die Leber der Gänse und Enten so gross, dass sie kaum atmen oder sich bewegen können. Zusätzlich werden viele Tiere vor der Stopfmast auch noch bei lebendigem Leib gerupft, um Profit mit ihren Daunen zu machen.
Da die Federn nachwachsen, können die Masttiere während ihres kurzen Lebens bis zu vier Mal im Jahr bei vollem Bewusstsein kahl gerupft werden. Häufig passieren dabei schwere Verletzungen, die - wenn überhaupt - ohne Narkose vor Ort wieder zusammengenäht werden. Elterntiere, die 4 bis 5 Jahre leben, werden noch häufiger gerupft: Bis zu 16 Mal müssen sie die Prozedur über sich ergehen lassen. Da Daune von Rupf zu Rupf an Qualität gewinnt, ist das häufige Rupfen besonders lukrativ. Ein gutes Rückverfolgbarkeitssystem muss daher auch Elterntiere in die Kontrollen miteinbeziehen.
Zitate führender Marken in der "Cruelty free Down Challenge"
Fjällräven - Aiko Bode, Chief Sustainability Officer Fenix Outdoor AG:
Der respektlose Umgang mit Tieren ist für uns nicht akzeptabel. Daher lehnt Fjällräven schon immer jegliche Art der Tierquälerei bei der Fertigung seiner Produkte ab. Wenn für unsere Fertigung Tierprodukte verwendet werden, stellen wir sicher, dass die Tiere artgerecht gehalten werden und dass kein Tier aufgrund unsachgemässer Behandlung verletzt wird oder Qualen erleiden muss. Deshalb ist die vollständige Rückverfolgbarkeit bei Materialen tierischen Ursprungs für uns von höchster Bedeutung, an deren Sicherstellung wir ständig weiterarbeiten.
Mountain Equipment - Richard Talbot, Director of Product:
Als wir 2009 unser "DOWN CODEX"-Projekt starteten, waren viele Partner in unserer Zulieferkette überaus skeptisch. Es gebe wohl keinen schlechteren Zeitpunkt für die Einführung eines solchen Kontroll-Systems, sagte man uns damals. Dennoch haben wir heute, fünf Jahre später, unser Ziel, alle unsere Daunen von kontrollierten Zulieferern zu beziehen, erreicht. Unsere Bemühungen enden hier aber noch nicht, das haben wir immer offen kommuniziert. Wir müssen flexibel bleiben und unser Risk-Management ständig weiterentwickeln. Denn nur so können wir Daunen aus höchster Qualität beziehen, uns über Lebendrupf und Stopfmast hinaus auf Tierschutz konzentrieren und sicherstellen, dass verbesserter Standards in allen Zulieferketten effektiv umgesetzt werden.
Das Ergebnis der Cruelty Free Down Challenge hebt einige der noch offenen Problematiken deutlich hervor. Die Umsetzung effektiver Kontrollstandards bleibt eher die Ausnahme als die Regel innerhalb der gesamten Industrie. Ausserdem muss die Reichweite dieser Standards auch auf diejenigen Zulieferer ausgeweitet werden, die Daunen von zahlreichen Kleinbetrieben zusammentragen und daher schwer zu kontrollieren sind. Diese sind nämlich für einen Grossteil der Daunen verantwortlich, die letztlich beim Konsumenten landen. Das wird sich ändern müssen, wenn Daunen jeder Art weiterhin kommerziell verwertbar und ein ethisch vertretbares Isoliermaterial bleiben sollen.
The North Face - Adam Mott, Director of Sustainability:
The North Face engagiert sich sehr für die ethisch korrekte Behandlung von Tieren in der Daunen-Zulieferkette. Daher haben wir den "Responsible Down Standard" (RDS) entwickelt und ihn der Organisation "Textile Exchange" für eine öffentliche Verwendung zur Verfügung gestellt, mit dem globalen Ziel das Leben der Tiere auch ausserhalb unserer eigenen Zulieferkette zu verbessern. Wir distanzieren uns nicht nur von Lebensrupf und Stopfmast und haben zahlreiche weitere Tierschutzbestimmungen implementiert.
Zusätzlich sichern wir die Nachverfolgbarkeit durch die Zertifizierung einer unabhängigen Stelle in jedem Abschnitt der Zulieferkette ab. Mit dem ersten und einzigen global umfassenden Tierschutz-Zertifikat für Daunen, haben wir hohe Ziele vorgegeben: Bis 2015 sollen 30 Prozent, bis 2017 100 Prozent der Daunen RSD-zertifiziert sein.
Patagonia - Doug Freeman, Chief Operating Officer:
Wir schätzen die Hilfestellung und Initiative von Vier Pfoten in diesem Bereich. Es freut uns, dass unsere harte Arbeit Anerkennung findet: Patagonia hat viel in die Entwicklung und Implementierung eines möglichst unabhängigen Zertifizierungsstandards investiert, der der ganzen Industrie zur Verfügung steht. Jetzt, da wir den strengen Standard von 100 Prozent nachverfolgbaren Daunen durchgesetzt haben und damit beginnen, Konsumenten über die Hintergründe konventioneller Daunenherstellung zu informieren, wollen wir auch andere Unternehmen aufrufen, einen ebenso strengen Standard in ihren eigenen Zulieferketten umzusetzen.
Darum ist Patagonia mit der internationalen Zertifizierungs-Organisation NSF eine Partnerschaft eingegangen, um den "Global Traceable Down Standard" zu entwickeln - einen Leitfaden für alle, die die höchstmöglichen Standards anstreben. Diese beinhalten auch Kontrollen der Elterntiere, die besonders häufig gerupft werden, sowie keine Vermischung mit lebend gerupften Daunen. Wir freuen uns auf eine gute Zusammenarbeit, um den Standard in unserer gesamten Industrie zum bestmöglichen zu machen.
Zur "Cruelty Free Down Challenge": http://daunen.vier-pfoten.org oder http://down.four-paws.org/
Weitere Informationen zur Daunenproduktion sowie zu Lebendrupf und Stopfmast finden Sie auf: http://www.vier-pfoten.ch/de/kampagnen/nutztiere/gaense-und-enten/
Online-Protest gegen Lebendrupf und Stopfmast: www.vier-pfoten.ch/daunen
Top-Outdoormarken wie Fjällräven, Jack Wolfskin, Mammut, Mountain Equipment, The North Face, Patagonia und Vaude befinden sich in einem virtuellen Bergsteiger-Wettrennen um "sauber" produzierte Daunen. Bis zum Gipfel gibt es fünf Tierschutz-Level zu meistern, auf dem ersten Platz befindet sich momentan die Marke Fjällräven.
Vier Pfoten berät Outdoor-Marken
"Daunen bis zu ihrem Ursprung zurückzuverfolgen, ist eine grosse Herausforderung", bestätigt Julie Stillhart, Länderchefin von Vier Pfoten Schweiz. "Selbst, wenn Hersteller betonen, dass ihre Zulieferer die ethisch einwandfreie Herkunft der Daunen bestätigen, kann dies sehr oft nicht zu 100 Prozent garantiert werden. Es handelt sich um ein komplexes System mit verschiedenen Verarbeitungsstufen, oftmals in verschiedenen Ländern, vieles wird dabei noch nicht kontrolliert."
Vier Pfoten berät Outdoor-Marken in Sachen Tierschutz und nimmt in dieser Funktion auch an regelmässigen Branchentreffen zum Thema Tierschutz in der Daunenindustrie teil. Die Stiftung fordert, dass die gesamte Outdoor-Branche an einem Strang zieht und keine Daunen mehr aus Stopfmast oder Lebendrupf verarbeitet. "Unser virtueller Wettbewerb soll die Unternehmen anspornen, am Ball zu bleiben und ihre Tierschutzstandards kontinuierlich zu verbessern", sagt Stillhart.
Die Kriterien des Bergsteiger-Wettbewerbs:
Marken im ersten Level haben grundsätzlich die Rückverfolgbarkeit der Daunen als Unternehmensziel definiert. Marken im zweiten Level kontrollieren bereits Farmen, um sicher zu stellen, dass die Tiere nicht gestopft und/oder gerupft wurden. Die Level drei bis fünf können erreicht werden, wenn die Rückverfolgbarkeit der Daunen durch zusätzliche Sicherheiten weiter verbessert wird, zum Beispiel durch die Vermeidung von paralleler Produktion auf den Farmen bzw. parallele Verarbeitung in den Schlachthäusern. Denn die parallele Produktion bzw.
Daunen-Verarbeitung von gerupften und nicht gerupften Tieren kann zu einer Vermischung der Daunen im fertigen Produkt führen. Weitere Punkte gibt es für unangekündigte Kontrollen auf den Farmen sowie für die Einbeziehung der Elterntiere in das Kontrollsystem - denn diese können sonst bis zu 16 Mal in ihrem Leben gerupft werden.
Über Lebensrupf und Stopfmast
Sowohl der Lebendrupf als auch das Stopfen sind grausame Praktiken, die den Tieren grosse Qualen zufügen. Diese tierquälerischen Methoden sind in vielen europäischen Ländern (inklusive Deutschland, Österreich, den Niederlanden, Grossbritannien und der Schweiz) bereits seit Jahren verboten. In China, Ungarn und Polen (die Top-Produzenten von Gänsen weltweit) wird Lebendrupf noch praktiziert. Jene Länder mit der höchsten Stopfleberproduktion sind Frankreich, Ungarn, Bulgarien, USA, Kanada und China.
Das Stopfen ist eine der grausamsten Methoden, um Foie Gras (französisch für "fette Leber") herzustellen. Gänse und Enten werden zumeist zwei- bis dreimal am Tag zwangsgefüttert. Dabei wird ihnen ein Stopfrohr durch den Rachen gerammt und grosse Mengen Maisbrei über ein Druckluftsystem in den Magen befördert. Mit der Zeit verfettet die Leber, vergrössert sich dabei bis ums Zehnfache zu einem krankhaft veränderten Organ und erreicht ein Gewicht von bis zu einem Kilogramm. Am Ende der Mastzeit ist die Leber der Gänse und Enten so gross, dass sie kaum atmen oder sich bewegen können. Zusätzlich werden viele Tiere vor der Stopfmast auch noch bei lebendigem Leib gerupft, um Profit mit ihren Daunen zu machen.
Da die Federn nachwachsen, können die Masttiere während ihres kurzen Lebens bis zu vier Mal im Jahr bei vollem Bewusstsein kahl gerupft werden. Häufig passieren dabei schwere Verletzungen, die - wenn überhaupt - ohne Narkose vor Ort wieder zusammengenäht werden. Elterntiere, die 4 bis 5 Jahre leben, werden noch häufiger gerupft: Bis zu 16 Mal müssen sie die Prozedur über sich ergehen lassen. Da Daune von Rupf zu Rupf an Qualität gewinnt, ist das häufige Rupfen besonders lukrativ. Ein gutes Rückverfolgbarkeitssystem muss daher auch Elterntiere in die Kontrollen miteinbeziehen.
Zitate führender Marken in der "Cruelty free Down Challenge"
Fjällräven - Aiko Bode, Chief Sustainability Officer Fenix Outdoor AG:
Der respektlose Umgang mit Tieren ist für uns nicht akzeptabel. Daher lehnt Fjällräven schon immer jegliche Art der Tierquälerei bei der Fertigung seiner Produkte ab. Wenn für unsere Fertigung Tierprodukte verwendet werden, stellen wir sicher, dass die Tiere artgerecht gehalten werden und dass kein Tier aufgrund unsachgemässer Behandlung verletzt wird oder Qualen erleiden muss. Deshalb ist die vollständige Rückverfolgbarkeit bei Materialen tierischen Ursprungs für uns von höchster Bedeutung, an deren Sicherstellung wir ständig weiterarbeiten.
Mountain Equipment - Richard Talbot, Director of Product:
Als wir 2009 unser "DOWN CODEX"-Projekt starteten, waren viele Partner in unserer Zulieferkette überaus skeptisch. Es gebe wohl keinen schlechteren Zeitpunkt für die Einführung eines solchen Kontroll-Systems, sagte man uns damals. Dennoch haben wir heute, fünf Jahre später, unser Ziel, alle unsere Daunen von kontrollierten Zulieferern zu beziehen, erreicht. Unsere Bemühungen enden hier aber noch nicht, das haben wir immer offen kommuniziert. Wir müssen flexibel bleiben und unser Risk-Management ständig weiterentwickeln. Denn nur so können wir Daunen aus höchster Qualität beziehen, uns über Lebendrupf und Stopfmast hinaus auf Tierschutz konzentrieren und sicherstellen, dass verbesserter Standards in allen Zulieferketten effektiv umgesetzt werden.
Das Ergebnis der Cruelty Free Down Challenge hebt einige der noch offenen Problematiken deutlich hervor. Die Umsetzung effektiver Kontrollstandards bleibt eher die Ausnahme als die Regel innerhalb der gesamten Industrie. Ausserdem muss die Reichweite dieser Standards auch auf diejenigen Zulieferer ausgeweitet werden, die Daunen von zahlreichen Kleinbetrieben zusammentragen und daher schwer zu kontrollieren sind. Diese sind nämlich für einen Grossteil der Daunen verantwortlich, die letztlich beim Konsumenten landen. Das wird sich ändern müssen, wenn Daunen jeder Art weiterhin kommerziell verwertbar und ein ethisch vertretbares Isoliermaterial bleiben sollen.
The North Face - Adam Mott, Director of Sustainability:
The North Face engagiert sich sehr für die ethisch korrekte Behandlung von Tieren in der Daunen-Zulieferkette. Daher haben wir den "Responsible Down Standard" (RDS) entwickelt und ihn der Organisation "Textile Exchange" für eine öffentliche Verwendung zur Verfügung gestellt, mit dem globalen Ziel das Leben der Tiere auch ausserhalb unserer eigenen Zulieferkette zu verbessern. Wir distanzieren uns nicht nur von Lebensrupf und Stopfmast und haben zahlreiche weitere Tierschutzbestimmungen implementiert.
Zusätzlich sichern wir die Nachverfolgbarkeit durch die Zertifizierung einer unabhängigen Stelle in jedem Abschnitt der Zulieferkette ab. Mit dem ersten und einzigen global umfassenden Tierschutz-Zertifikat für Daunen, haben wir hohe Ziele vorgegeben: Bis 2015 sollen 30 Prozent, bis 2017 100 Prozent der Daunen RSD-zertifiziert sein.
Patagonia - Doug Freeman, Chief Operating Officer:
Wir schätzen die Hilfestellung und Initiative von Vier Pfoten in diesem Bereich. Es freut uns, dass unsere harte Arbeit Anerkennung findet: Patagonia hat viel in die Entwicklung und Implementierung eines möglichst unabhängigen Zertifizierungsstandards investiert, der der ganzen Industrie zur Verfügung steht. Jetzt, da wir den strengen Standard von 100 Prozent nachverfolgbaren Daunen durchgesetzt haben und damit beginnen, Konsumenten über die Hintergründe konventioneller Daunenherstellung zu informieren, wollen wir auch andere Unternehmen aufrufen, einen ebenso strengen Standard in ihren eigenen Zulieferketten umzusetzen.
Darum ist Patagonia mit der internationalen Zertifizierungs-Organisation NSF eine Partnerschaft eingegangen, um den "Global Traceable Down Standard" zu entwickeln - einen Leitfaden für alle, die die höchstmöglichen Standards anstreben. Diese beinhalten auch Kontrollen der Elterntiere, die besonders häufig gerupft werden, sowie keine Vermischung mit lebend gerupften Daunen. Wir freuen uns auf eine gute Zusammenarbeit, um den Standard in unserer gesamten Industrie zum bestmöglichen zu machen.
Zur "Cruelty Free Down Challenge": http://daunen.vier-pfoten.org oder http://down.four-paws.org/
Weitere Informationen zur Daunenproduktion sowie zu Lebendrupf und Stopfmast finden Sie auf: http://www.vier-pfoten.ch/de/kampagnen/nutztiere/gaense-und-enten/
Online-Protest gegen Lebendrupf und Stopfmast: www.vier-pfoten.ch/daunen