Umwelt- und Artenschutz als Kernaufgabe der Zoos

(Bildquelle: infoticker)

Der Weltzooverband hat seine Naturschutzstrategie neu aufgelegt. Sie fokussiert auf den Umwelt- und Artenschutz als Kernaufgabe der Zoos.

Der Weltverband der Zoos und Aquarien WAZA hat im Rahmen seiner Jahreskonferenz in al-Ain (Vereinigte Arabische Emirate) die neue "Welt-Zoo- und Aquarium-Naturschutzstrategie" vorgestellt. Sie dient den über 300 Verbandsmitgliedern - darunter der Zoo Zürich - als Richtlinie für den Natur- und Artenschutz und für die Tierhaltung.

Die zwei neuen Positionspapiere "Committing to Conservation" und "Caring for Wildlife" sind eine Weiterentwicklung der 1996 erstmals formulierten und 2005 revidierten Welt-Zoo- und Aquarium-Naturschutzstrategie. Letztere war von Dr. Alex Rübel, Direktor Zoo Zürich und von 2001 bis 2003 WAZA-Präsident, massgeblich mitgestaltet worden. Die aufdatierte Strategie bestätigt den Natur- und Artenschutz als zentrale und rahmengebende Aufgabe der Zoos. Sie will die Besucher für Tiere begeistern und sie anregen, sich selber aktiv für deren Erhaltung und den Naturschutz einzusetzen. Mit Erhaltungszuchtprogrammen, Schutzmassnahmen für Lebensräume und - wo möglich - Wiederansiedlungen sollen Zoos mithelfen, die Bestände bedrohter Tierarten zu stützen.

Der Zoo Zürich investiert jährlich über 1 Million Schweizer Franken, die er von privaten Donatoren erhält, in den Natur- und Artenschutz. Der Fokus liegt auf sieben Schwerpunkt-projekten (siehe Beilage). Er engagiert sich in internationalen Zuchtprogrammen und stellt, wo möglich, Tiere für Wiederansiedlungsprojekte zur Verfügung. Mehr unter: zoo.ch/naturschutz.