Damit hätten die Konzern-Verantwortlichen von Volkswagen sicher nicht gerechnet, dass der Abgas-Skandal ihnen einen Milliarden-Verlust bescheren würden. Vor Zinsen und Steuern verzeichnete der Konzern ein Minus von rund 3,5 Milliarden Euro. Nach Steuern blieb ein Verlust von 1,7 Milliarden Euro übrig.
Grund für den ersten Quartalsverlust sei vielen Jahren sind der Skandal um manipulierte Abgaswerte, welche den Konzern nach eigenen Angaben bisher 6,7 Milliarden Euro kostete. Im September hatte der Konzern zugegeben, Abgaswerte in den USA manipuliert zu haben.
Mit Manipulationssoftware ausgestattet
Weltweit waren davon elf Millionen Fahrzeuge mit einer Manipulationssoftware ausgestattet, die den Schadstoffausstoss verringert, sobald die Autos auf dem Prüfstand stehen. Im normalen Verkehrsbetrieb wird diese Drosselung ausgeschaltet.
Die Kosten des Skandals sind kaum abzuschätzen. Analysten erwarten, dass die 6,7 Milliarden Euro, die VW bisher zurückgelegt hat, kaum ausreichen werden, um die Folgen der Affäre zu verkraften. Schätzungen schwanken zwischen 20 und 80 Milliarden Euro. Volkswagen versucht alles, um ihre Kunden bei Laune zu halten.
VW-Markenchef Herbert Diess: "Im Namen unseres gesamten Unternehmens möchte ich mich aufrichtig entschuldigen." VW werde gute technische Lösungen für die betroffenen Dieselfahrzeuge präsentieren. "Wir werden die ganze Wahrheit enthüllen und offenlegen. Wir werden sicherstellen, dass so etwas nie wieder passiert".
Volkswagen mit 3,5 Mio Euro Verlust
Der Volkswagen-Konzern weist zum ersten Mal seit sieben Jahren einen Verlust auf. Ein Grund für das Minus im dritten Quartal von 3,5 Mio Euro ist der Abgas-Skandal.