Vor 10 Jahren kehrte der Bär zurück in die Schweiz

(Bildquelle: infoticker)

Morgen ist es genau zehn Jahre her, seit der Braunbär 101 Jahre nach seiner Ausrottung in dieSchweiz zurückgekehrt ist. Am 25. Juli 2005 wurde er in der Nähe des Ofenpasses an derGrenze zum Schweizerischen Nationalpark gesichtet. Diesem Pionierbären sind seither rundacht bis neun weitere...

Seit 2005 wurden in der Schweiz sechs verschiedene Bären genetisch nachgewiesen. Drei bis vier weitere wurden beobachtet oder durch Spuren festgestellt, ohne jedoch genetisch erfasst zu werden. Bisher beschränken sich alle diese Bärenvorkommen auf den Kanton Graubünden. Zwei der Tiere, die beiden Männchen JJ3 und M13, mussten durch die Wildhut getötet werden, weil ob ihres dreisten Verhaltens eine Gefährdung von Menschen nicht ausgeschlossen werden konnte.

Da sie in der Nähe von Menschen, etwa in Abfallkübeln oder in Komposten, Futter fanden, suchten sie gezielt und regelmässig diese Orte auf und wurden dabei immer frecher. Die sieben bis acht anderen Bären zeigten gegenüber Menschen jedoch ein sehr scheues Verhalten und hielten sich Siedlungen fern. Mit solchen Bären ist ein Zusammenleben auch in der Schweiz möglich.

Ob sich aktuell in der Schweiz Bären aufhalten, ist nicht bekannt. Scheue Individuen können sich durchaus längere Zeit hier aufhalten, ohne bemerkt zu werden. Da im Trentino auch in den vergangenen Jahren Jungbären geboren wurden, ist für weitere Abwanderer gesorgt und die Einwanderung weiteren von Braunbären in die Schweiz steht ausser Frage.