Das Sauber F1 Team macht sich diese Woche auf die Reise zum zweiten Grossen Preis von Russland in Sotschi am Schwarzen Meer, wo 2014 die Olympischen Winterspiele stattfanden. Die Fracht des Teams, rund 35 Tonnen, ist bereits im Fahrerlager des "Sochi Autodroms" angekommen. Die Sauber C34-Ferrari wurden nach dem letzten Rennen in Japan direkt per Luftfracht von Nagoya nach Sotschi transportiert.
Neues auf unserem Medienportal: Der Clip "Racing Roots" zeigt Felipe Nasr auf der "Kartbahn Ayrton Senna" in Brasilia. Dort dreht er wie einst ein paar Runden im Kart, trifft seinen ehemaligen Kart-Trainer sowie Rodrigo Piquet, den Neffen des dreifachen Formel-1-Weltmeisters Nelson Piquet, und schaut zurück auf seine Anfänge und bisherigen Erfolge. Ausserdem gibt Felipe Nasr jungen Rennfahrer-Talenten wertvolle Tipps, damit sie eines Tages vielleicht in seine Fussstapfen treten können.
Marcus Ericsson: (Startnummer 9)
"In der vergangenen Saison war der Russland-Grand-Prix mein letztes Rennen mit Caterham und mein letztes in dem Jahr. Die Qualifikation verlief nicht so schlecht und auch mein Rennen war ganz ordentlich. Ich habe deshalb gute Erinnerungen an diese Strecke. Hoffentlich werde ich auch bei meinem zweiten Russland-Rennen ein positives Wochenende haben – dieses Mal mit dem Sauber C34-Ferrari. Doch wir müssen erneut hart daran arbeiten, unser Aerodynamik-Update weiter zu optimieren. Und natürlich lautet unser Ziel - zurück in die Top-Ten zu kommen."
Felipe Nasr: (Startnummer 12)
"Die Strecke in Sotschi ist erneut ein Kurs, auf dem ich meine ersten Runden mit einem Formel-1-Auto fahren werde. Allerdings kenne ich die Strecke schon vom letzten Jahr aus meiner Zeit in der GP2-Serie. Ich habe gute Erinnerungen an dieses Wochenende. Damals konnte ich bei einem Rennen aufs Podest fahren. Dieser Circuit ist ein Mix aus permanenter Strecke und Stadtkurs. Es ist beeindruckend, dass dieses Autodrom inmitten des Olympischen Parks gebaut wurde. Dadurch wird die gesamte Szene interessanter. Der Kurs besteht hauptsächlich aus langsamen sowie mittelschnellen Kurven. Da braucht es eine gute Bremsstabilität. Ein entscheidender Faktor ist auch das Herausbeschleunigen aus den Kurven. Während des Rennwochenendes werden wir weiterhin die Daten unseres Aero-Pakets auswerten."
Giampaolo Dall’Ara, Leitender Ingenieur an der Rennstrecke:
"Aus unserer Sicht ist der Sotschi-Kurs, seit dem vergangenen Jahr neu im Rennkalender, eine der Strecken, die die Reifen am meisten schont. Die Gründe dafür liegen im speziellen Asphaltbelag, den eher kühlen Bedingungen und dem Fehlen von Hochgeschwindigkeitskurven. Pirelli hat sich dieses Mal für die Reifenmischungen weich und superweich entschieden - ganz im Gegensatz zu den Medium- und weichen Reifen vor einem Jahr. Es wird interessant, welche Auswirkungen diese neue Reifenwahl auf die Autoabstimmung und die Rennstrategie haben wird. Die Strecke führt durch den Olympia-Park der Winterspiele 2014 und wird grossteils von Mauern begrenzt, dennoch kann man diesen Circuit nicht als reinen Stadtkurs betrachten. Im ersten und letzten Sektor sind Traktion und Bremsen sowie Leistung auf den Geraden gefragt. Während es im mittleren, anspruchsvollen Abschnitt darauf ankommt, dass die Fahrer in den aufeinanderfolgenden Kurven ihren Rhythmus finden."
Was gelingt Sauber am Schwarzen Meer?
15. Lauf zur FIA Formel-1-Weltmeisterschaft, 9. bis 11. Oktober 2015.