Rentiere und Bisons leben in Gegenden mit sehr kalten Wintern. Sie schützen sich mit einem dichten Winterfell vor der eisigen Kälte. Im Frühling entledigen sie sich des Winterkleides mit unterschiedlichen Techniken. Bisons reiben ihr Winterfell gerne an Baumstämmen ab.
Die Rentiere stehen einfach da und schütteln sich, um die langen Winterhaare loszuwerden. Bei den Rentieren erfolgt der Fellwechsel nur einmal im Jahr und dauert von April bis etwa Juni. Die Bisons wechseln ihr Haarkleid im Herbst ein zweites Mal.
Coiffeur im Kinderzoo
Während die Wildtiere ihr Fellkleid selbstständig wechseln, muss der Mensch bei den Haustieren teilweise nachhelfen. Die Mufflons gehören zu den Wildschafen. Sie scheuern zurzeit ihr dunkles Winterkleid mit der dichten Unterwolle an Ästen ab. Ihr sommerliches Haarkleid ist kürzer und heller. Die gehörnten Heidschnucken, eine Rasse des Hausschafs, kamen Ende März unter die Schere.
Der Mensch hat sich die isolierenden Eigenschaften der Wolle früh zunutze gemacht und Haus-Schafe mit einer dichten Unterwolle gezüchtet. Diese ist so dicht, dass sie ohne Schur völlig verfilzen würde. Die Kinder, die im Kinderzolli mitarbeiten, unterstützten die Tierpfleger beim Scheren tatkräftig. Auch die Ponys lassen sich beim Fellwechsel von den Kindern gerne helfen. Mit dem Striegel entfernen sie die Winterhaare.
Haarige Vogelnester
Für die Wildvögel sind die abgeschabten oder abgebürsteten Haare der Bisons, Rentiere und Ponys beliebtes Nistmaterial. Sie sammeln die Haare ein und verwenden sie für den Nestbau. Auch die Vögel im Vogelhaus profitieren vom haarigen Baumaterial. Die Tierpfleger stellen ihnen im Frühling Ponyhaare aus dem Kinderzoo zur Verfügung.
Weg mit den Winterklamotten - Fellwechsel bei den Zolli-Tieren
Mit den steigenden Temperaturen setzt bei vielen Zoo-Tieren der Fellwechsel ein. Besonders eindrücklich ist das Phänomen bei den Rentieren und Bisons. Sie verlieren ihr Winterfell gleich büschelweise und sehen zurzeit sehr zerzaust aus. Die Vögel freuen sich über das wollige Nistmaterial. Sie...