Heute wurde der Lettenkanal wieder vollständig mit Wasser gefüllt. Nun folgen noch Tests an der Wehranlage. Voraussichtlich ab Dienstag, 14. April, darf man im Kanal wieder Schwimmen und Baden. Bis dahin bleibt dies gefährlich und darum verboten.
Die Arbeiten am neuen Fischaufstieg beim Platzspitzwehr sind so weit fortgeschritten, dass der Lettenkanal bereits heute wieder vollständig mit Wasser gefüllt werden konnte. Die Arbeiten kamen schneller voran als geplant. Nun folgen noch Tests an der Wehrsteuerung. Im Verlauf der Woche kommt es in der Limmat darum zu wechselnden Wasserständen.
Voraussichtlich am Dienstag, 14. April, kann die Zutrittssperre zum Kanal aufgehoben werden. Bis zur Aufhebung der Sperre ist es wegen aussergewöhnlicher Strömungen gefährlich, im Kanal zu schwimmen und es bleibt deshalb verboten.
Der Hintergrund: Erneuerung des Platzspitzwehrs und neuer Fischaufstieg
Das Platzspitzwehr beim Zusammenfluss von Limmat und Sihl dient der Regulierung des Zürichsees und der Wasserkraftnutzung im ewz-Kraftwerk Letten. Nach über siebzig Betriebsjahren ist das Wehr am Ende seiner technischen Lebensdauer. Zudem kann es im Hochwasserfall zu wenig flexibel gesteuert werden. Der Kanton erneuert die Wehranlage gemeinsam mit der Stadt Zürich bis Mitte 2028 umfassend.
Bestandteil des Projekts ist eine Fischaufstiegshilfe, die im Damm zwischen der Limmat unterhalb des Wehrs und dem Zuflusskanal zum Kraftwerk Letten entsteht (dem so genannten Oberwasserkanal des Kraftwerks). Das Wehr bildet heute ein bedeutendes Wanderhindernis für die Fische. Dank der Aufstiegshilfe können die Fische diese Barriere künftig überwinden und hier wieder wie einst von der Limmat in den Zürichsee aufsteigen – eine wichtige Massnahme zum Erhalt und zur Förderung eines gesunden und artenreichen Fischbestandes.
Der Bau des Fischaufstiegs muss im Trockenen erfolgen. Darum wurde der Wasserspiegel im Kanal zwischen Wehr und Kraftwerk Mitte Januar auf rund einen Meter Wassertiefe abgesenkt. Die Stadt Zürich nutzte die Absenkung für Unterhalts- und Sanierungsarbeiten. Die Absenkung erfolgte bewusst in der kalten Jahreszeit, damit sie rechtzeitig zum Beginn der Badesaison abgeschlossen sind.
Quelle der Nachricht: Kanton Zürich