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Zürich

Zürich – Sensibilisierung und Vorbeugung von Depressionen bei Jugendlichen

«Heb Sorg!» – Ein Programm zur Sensibilisierung und Vorbeugung von Depressionen bei Jugendlichen in Zürich
«Heb Sorg!» – Ein Programm zur Sensibilisierung und Vorbeugung von Depressionen bei Jugendlichen in Zürich (Bildquelle: 1627417 on pixabay)

Depressive Tendenzen treten häufig zum ersten Mal im Jugendalter auf. Durch die Corona-Pandemie können sie verstärkt werden. Die Stadt lanciert ab dem Sommer 2021 für alle Sekundarschulen ein Programm zur Sensibilisierung, Früherkennung und Frühintervention von Depressionen bei Jugendlichen.

Depressionen sind mit grossem Leid für die Betroffenen und ihr Umfeld verbunden. In den Gesundheitsbefragungen der Schulgesundheitsdienste von 2012 und 2017 zeigten jeweils etwa 16 Prozent der 2. Sekundarschüler/-innen Hinweise auf eine Depression. Oft werden Depressionen aber nicht als solche wahrgenommen und damit auch nicht behandelt. Dabei ist laut Claude Hunold, Direktor der Schulgesundheitsdienste erwiesen, dass «Depressionen durch rechtzeitige Beratungen und zielführende Hilfestellungen in ihrem Verlauf deutlich gemildert und chronische Verläufe verhindert werden können».

Mit dem Programm «Heb Sorg!» sollen Schulen, Fachpersonen und das soziale Umfeld darin unterstützt werden, Hinweise auf Depressionen bei Jugendlichen frühzeitig zu erkennen und richtig darauf zu reagieren. Das Programm umfasst regelmässig stattfindende Weiterbildungen für Lehrpersonen und Schulleitungen, Elternabende, Schullektionen für alle 2. Sekundarklassen sowie Erste-Hilfe-Kurse zu psychischer Gesundheit für Schulsozialarbeitende. Dazu arbeiten mehrere städtische Fachdienste zusammen und beziehen externe Partner/-innen mit ein. Der Start erfolgt in gestaffelter Form ab dem Sommer 2021.

Für Stadtrat Filippo Leutenegger zeigt sich beim Thema ein deutlicher Handlungsbedarf: «Jugendliche suchen in der Pubertät Autonomie und Unabhängigkeit, benötigen in schwierigen Phasen manchmal aber auch Unterstützung. Mit dem Programm können wir die Jugendlichen stärken und gleichzeitig die Schulen entlasten».