Diese vom "Page Personnel Candidate Confidence Index" aufgezeigte "Vertrauenslücke" zwischen den beiden Regionen wurde seit dem 3. Quartal 2014 erheblich grösser.
- Rund 70 Prozent der befragten Kandidaten in der Deutschschweiz sind optimistisch in Bezug auf die allgemeine wirtschaftliche Situation, im Vergleich dazu nur 56,6 Prozent in der Westschweiz.
- 54,7 Prozent aller Kandidaten in der Deutschschweiz sind auch zuversichtlich, wenn es um den Schweizer Arbeitsmarkt geht. In der Romandie sind dies im Vergleich nur 40,5 Prozent.
- Bezüglich der Gehaltsaussichten in den nächsten 12 Monaten haben Arbeitsuchende in der Westschweiz niedrigere Erwartungen (35,3%) als jene in der Deutschschweiz (47%).
- Im Vergleich zu Kandidaten in der Suisse Romande (44,7%), sind über die Hälfte (52,3%) der Deutschschweizer Kandidaten optimistisch, was ihre beruflichen Perspektiven betrifft.
Die Vertrauenslücke zwischen Deutschschweiz und Westschweiz hat sich bei den befragten Kandidaten seit dem 3. Quartal 2014 deutlich ausgeweitet. Zum Beispiel hat sich die Kluft zwischen den Gehaltsvorstellungen von 4,4 auf fast 12 Prozentpunkte vergrößert (11,7).
Der Index zeigt, dass die Hälfte der Arbeitssuchenden in der gesamten Schweiz (50,8%) in den nächsten 12 Monaten mit positiven beruflichen Weiterentwicklungschancen rechnet. Jedoch ist auch dieser Wert seit dem 3. Quartal 2014 (59,6%) gesunken. Xavier Chauville, Executive Director bei "Page Personnel", kommentiert: "Die Zuversicht der Bewerber kann als Spiegelbild der lokalen wirtschaftlichen Verhältnisse gesehen werden. Gewisse Ereignisse können den Optimismus der Stellensuchenden stark beeinflussen. Besonders im Bereich der Biotechnologie- und Chemieindustrie und bei den Ingenieuren ist der Arbeitsmarkt beispielsweise in der Deutschschweiz dynamischer als in der Romandie. Heute entscheiden Unternehmen oft aus Kostengründen oder aufgrund ihrer Finanzstrategien, den Standort Schweiz zu verlassen. Die Schliessung eines Firmensitzes hat jeweils aber starke wirtschaftliche Folgen; besonders in der Romandie, wo multinationale Konzerne zwei Drittel der Stellen anbieten. Allerdings nimmt die Anzahl der ausgeschriebenen Stellen in beiden Regionen zu. Dies trifft besonders auf Interim- und Zeitarbeitsverträge zu: seit Anfang des Jahres ist in diesem Bereich die Anzahl der freien Stellen um 34 Prozent gestiegen. Folglich empfehle ich Kandidaten, flexibel zu sein und alle ihnen verfügbaren Optionen - ob dauerhaft oder temporär - in Erwägung zu ziehen."