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Appenzell Ausserrhoden - Kampagne gegen sexuelle und sexistische Belästigung am Arbeitsplatz

Mehr als die Hälfte der Arbeitnehmenden hat schon unerwünschte Berührungen (Symbolild) (Bildquelle: 089photoshootings (CC0))

Sexuelle und sexistische Belästigung am Arbeitsplatz ist eine Realität. Mehr als die Hälfte der Arbeitnehmenden hat schon unerwünschte Berührungen, unangebrachte Bemerkungen oder Ungleichbehandlung aufgrund des Geschlechts erlebt. Unternehmen sind verpflichtet präventiv zu wirken und ihre Mitarbeitenden zu schützen.

Im Herbst startet in Appenzell Ausserrhoden das Projekt «KMU konkret+», ein Präventionsangebot gegen sexuelle und sexistische Belästigung am Arbeitsplatz in KMUs.

Übergeordnetes Ziel ist die Förderung eines respektvollen und belästigungsfreien Arbeitsklimas und die Stärkung des Bewusstseins für die Wichtigkeit von präventiven Massnahmen gegen sexuelle Belästigung bei den verantwortlichen Geschäftsleitungen.

Denn das Problem der sexuellen Belästigung ist in der Berufswelt alles andere als unbedeutend. Fast jede dritte Frau und jeder zehnte Mann fühlen sich im Verlauf ihres Erwerbslebens sexuell belästigt, wie Studien belegen. Das Amt für Soziales, Abteilung Chancengleichheit und das Amt für Wirtschaft und Arbeit lancieren deshalb ein Projekt – in Kooperation mit der Stadt Zürich – speziell für kleine und mittlere Unternehmen in Appenzell Ausserrhoden.

«KMU konkret+» ist auf die Bedürfnisse der Ausserrhoder Unternehmen zugeschnitten Die Weiterbildung findet für Kaderpersonen und Mitarbeitende direkt im Unternehmen statt. Die Geschäftsleitungen positionieren sich mit ihrer klaren Haltung für ein respektvolles und belästigungsfreies Arbeitsklima und kommen mit der Erstellung eines spezifischen Leitfadens zur nachhaltigen Verankerung der Massnahmen ihren gesetzlichen Präventions- und Fürsorgepflichten nach.

Kanton Appenzell Ausserrhoden