Europäische Energiestädte in Luzern ausgezeichnet
19.10.2016 | 13:56
36 europäische Energiestädte erhielten am 17. Oktober im KKL in Luzern den European Energy Award GOLD aus den Händen von Präsident Walter Steinmann. 13 durften das Zertifikat erstmals in Empfang nehmen. Die ausgezeichneten Gemeinden stammen aus Österreich, Deutschland, Frankreich und der Schweiz.
Die deutsche Kommune Saerbeck in Nordrhein-Westfalen erreichte mit 90,2 Prozent der beschlossenen oder umgesetzten Massnahmen den höchsten Wert aller Gemeinden. Die 7'300-Einwohner-Gemeinde engagiert sich seit Jahrzehnten für den Klimaschutz und die Energiewende. Unter anderem mit einem Bioenergiepark, in dem aus Wind, Sonne und Biomasse ein Vielfaches des eigenen Strombedarfs erzeugt wird.
Der effiziente Umgang mit Energie und die konsequente Nutzung erneuerbarer Energien können sich für jede Gemeinde lohnen. Mit Düsseldorf, Zürich und Besançon erhielten drei europäische Metropolen zum wiederholten Mal das GOLD-Label. Auf der anderen Seite des Spektrums ist die österreichische Gemeinde KötschachMauten mit 1400 Einwohnern dieses Jahr die Kleinste der Erfolgreichsten. Mit den insgesamt 13 neuen GOLDGemeinden tragen nun 112 europäische Kommunen, Städte und Landkreise die Auszeichnung. Die Schweiz stellt 41.
Forum in acht Ländern
Die Jahrestagung des Forums European Energy Award 2016 fand im Rahmen des schweizerischen Energietags in Luzern statt. Das schweizerischen Programm Energiestadt ist eine der treibenden Kräfte des European Energy Awards. 2003 schlossen sich Energiestadt, das österreichische Programm "e5 – Programm für energieeffiziente Gemeinden" und das deutsche "Aktionsprogramm 2000 plus" zum European Energy Award zusammen. Heute ist das Forum European Energy Award in acht Ländern präsent. In drei weiteren Ländern führt es Pilotprojekte durch, darunter mit Marokko erstmals in einem Staat südlich des Mittelmeers. Weitere Pilotländer sind Rumänien und die Ukraine.
Die Auszeichnung wird jeweils an der Jahrestagung des eea-Forums vergeben. Dieser Anlass hat sich als europäische Austauschplattform für Kommunen, nationale und regionale Energiebehörden und Energiefachleute etabliert.