Fauxpas bei Michaels zieht Shitstorm nach sich
26.01.2016 | 10:29
US-Einrichter wegen rassistischer Buchstaben-Anordnung unter Druck.
Die US-Einrichtungskette Michaels sieht sich aufgrund einer unvorteilhaften Anordnung von Dekorations-Buchstaben in einer Filiale in Indianapolis massiven Rassismusvorwürfen gegenüber. Der Shitstorm entzündete sich, nachdem die Kundin Bridgette Drake zusammen mit ihrer zwölfjährigen Tochter einkaufen war und diese die offensichtlich nicht zufällige Reihung "NIGGARS" in einem Verkaufsregal entdeckte und ein Bild davon auf die Facebook-Seite des Unternehmens postete.
Quelle: Facebook/Bridgette Drake
Kunden rufen zum Boykott auf
Nachdem Drake eine Mitarbeiterin von Michaels darauf angesprochen hatte, entgegnete ihr diese in einem lachend-sarkastischen Tonfall, dass sie dies getan habe und es lustig finde. Gar nicht witzig hingegen fand das die Kundin. Der gepostete Vorfall verbreitete sich wenig später in den sozialen Medien - allen voran Facebook. Sogar zum Boykott wurde aufgerufen.
Eine Antwort des vor 40 Jahren gegründeten Unternehmens liess nicht lange auf sich warten: "Michaels toleriert Diskriminierung in jeglicher Form nicht. In Anbetracht des in den sozialen Medien zirkulierenden Vorfalls haben wir mit beiden Seiten - dem Kunden und der Kollegin - gesprochen. Wir nehmen den Zwischenfall äusserst ernst und untersuchen diesen. Rassismus hat keinen Platz in unseren Geschäften." Ob der Mitarbeiterin gekündigt wurde, ist unbekannt.