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"Made in Britain" - Kunden-Beschiss bei Tesco

(Bildquelle: infoticker)

Beschiss bei Tesco! Äpfel, Fleisch und Co. aus Übersee werden oft als einheimische Waren deklariert. Jetzt drohen Konsequenzen.

Der britische Supermarktriese Tesco sieht sich aufgrund irreführender Verpackungsaufschriften mit Vorwürfen der Verbrauchtertäuschung konfrontiert. Der nationale Bauernverband National Farmers Union plant nun gerichtliche Schritte gegen Tesco und andere Einzelhandelsketten, die Nahrungsmittel aus anderen Ländern mit britisch anmutenden Fantasienamen wie "Nightingale Farms" oder "Rosedene Farms" beschriften.

Üblicher Etikettenschwindel

Tesco steht besonders im Visier der Kritik. So hat die "Daily Mail" dem Konzern nachgeweisen, dass Blauberren, die mit dem Label "Rosedene Farms" den Eindruck erwecken, von einem englischen Bauernhof zu stammen, in Wahrheit aber aus Argentinien, Chile, Polen und Spanien kommen. Einen ähnlichen Befund ergaben Nachforschungen bei Tesco-Süsskartoffeln der Marke "Redmere Farms": Diese wurden aus Ägypten, Honduras, dem Senegal, Spanien und den USA importiert. Die wahren Herkunftsländer finden sich kaum lesbar in kleiner Schrift auf den Verpackungen.

Bild: tesco.com

Weitere Fälle dieser Art wurden in Grossbritannien nicht nur für Esswaren von Tesco, sondern auch bei denen der Konkurrenz von Waitrose, Lidl und Aldi publik. In der Regel handelt es sich dabei um Fleisch, Obst oder Gemüse. Die National Farmers Union spricht von zynischer Täuschung der Konsumenten. Laut einem Tesco-Sprecher ist der Konzern stets bestrebt, britische Lebensmittel anzubieten. Aber kaufe man auch weltweit bei Produzenten ein, damit Kunden ihre Lieblingsprodukte das ganze Jahr über erwerben könnten.