Ministertreffen der G10
20.01.2017 | 12:11
Ministerinnen und Minister sowie hohe Beamtinnen und Beamten der G10-Staaten der WTO trafen sich am 20. Januar 2017 am Rande des World Economic Forum in Davos auf Einladung von Bundesrat Johann N. Schneider-Ammann. Die Mitglieder der G10 behandelten aktuelle Themen der WTO-Verhandlungen im...
Die G10 ist eine Gruppe von WTO-Mitgliedstaaten, die Nettoimporteure von Nahrungsmitteln sind. Sie besteht aus Chinesisch Taipei, Island, Israel, Japan, Liechtenstein, Mauritius, Norwegen sowie Südkorea und wird von der Schweiz koordiniert. Den Vorsitz des Treffens hatte der Vorsteher des Eidgenössischen Departements für Wirtschaft, Bildung und Forschung (WBF) Bundesrat Johann N. Schneider-Ammann.
Die Mitglieder der G10 bekräftigten erneut ihr grosses Interesse an einem gut funktionierenden multilateralen Handelssystem. Mit Blick auf die 11. WTO-Ministerkonferenz im Dezember 2017 in Buenos Aires wollen sie sich in verschiedenen Bereichen, darunter der Landwirtschaft, für ein ausgewogenes Ergebnis einsetzen.
Landwirtschaftsbereich
Des Weiteren betonten die G10-Mitglieder ihre Bereitschaft, sich bei den Landwirtschaftsverhandlungen im Vorfeld der Ministerkonferenz in Buenos Aires konstruktiv einzubringen.
Gleichzeitig erinnerten die G10-Mitglieder an die für sie sensiblen Punkte im Landwirtschaftsbereich, auch im Hinblick auf die inländischen Stützungsmassnahmen. Sie betonten, dass neue Disziplinen die Subventionen betreffen sollten, die die grössten Verzerrungen auf den Weltmärkten verursachen; zudem sollten solche Disziplinen auf den bestehenden Elementen des WTO-Übereinkommens über die Landwirtschaft aufbauen und die G10-Mitglieder nicht überproportional treffen.
Stützungsmassnahmen
Die G10-Mitglieder werden weiterhin eng zusammenarbeiten und sich gemeinsam für WTO-Disziplinen einsetzen, die die Bedürfnisse der Nettoimporteure von Nahrungsmitteln im Bereich der inländischen Stützungsmassnahmen und des Marktzugangs berücksichtigen. Ausserdem werden sie stärkere Disziplinen im Bereich Exportbeschränkungen zugunsten der weltweiten Ernährungssicherheit unterstützen.